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Deutschland und seine Kolonien im Jahre 1896 : amtlicher Bericht über die Erste Deutsche Kolonial-Ausstellung / hrsg. von dem Arbeitsausschuss der Deutschen Kolonial-Ausstellung ... Red.: Gustav Meinecke ... Zeichn.: Rudolf Hellgrewe
Entstehung
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Die wissenschaftliche Halle.

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Die 'wissenschaftliche Abteilung

verdankte ihre Entstehung dem Bestreben, die Ent­wicklung der wissenschaftlichen Arbeiten der Deut­schen in ihrer auf die Kolonien gerichteten Forscher- thätigkeit in würdigerWeise zu charakterisieren. Das hier­für errichtete Gebäude selbst war eine grosse Halle mit einem Kuppelbau und zwei Seitenflügeln und sah einer arabischen Moschee nicht unähnlich. Die Thiir- öffnung, in Hufeisenform und reich bemalt, war einem Motive aus einer Moschee in Kilwa nachgebildet. Der Blick des Besuchers wurde beim Betreten des Kuppel­baues sofort durch die Kolossalfigur eines auf einem Fels knieenden Atlas gelenkt, der auf seinen mächtigen Schultern die Erdkugel trug.*) Der grosse Globus, der, in einem Meridian montiert, durch ein Uhrwerk in Bewegung gesetzt werden konnte, hielt 2 m im Durchmesser und sollte die Vertretung deutscher Macht und deutschen Wesens auf der Erde in ihren wichtigsten Erschei­nungen vorführen. Von dem Reiche ausgehend, waren die sämtlichen 22 deutschen Dampferlinien im Welt­postverkehr, die Botschaften, Gesandtschaften, General­

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') Von dem Bildhauer Ernst Freese.

konsulate u. s. w. und schliesslich die Zahlen der in ausser- curopäischen Ländern wohnenden Deutschen angegeben.

Zur näheren Veranschaulichung der Macht- und Kulturstellung des Deutschen Reiches dienten neben dem Eingang vier Pyramiden mit statistischen Dar­stellungen. Die erste Pyramide zeigte ziffernmässig das Sinken der Zahl der Analphabeten und wies über­raschend erfreuliche Ziffern für Deutschland nach, da unter 10000 Rekruten im Jahre 1894 nur 22 des Le­sens und Schreibens unkundig waren. Die andere Pyramide brachte das Wachsen des Seeverkehrs Deutsch­lands, eine dritte das der Kaiserlichen Marine zum Ausdruck, die vierte den Umfang des gesamten Aussen- handels des Deutschen Reiches.

Im Hintergründe in einer grossen Nische befand sich die etwa 6 1 /2 m lange und 4 1 / , 2 m hohe Erdkarte, welche den Anteil der Deutschen an der Erforschung unseres Planeten veranschaulichen sollte; daneben links unter ethnographischen Gegenständen und Jagdtrophäen das Bild und die Reiserouten des Grafen v. Götzen und anderer Afrikaforscher, rechts die Ergebnisse der ostafrikanischen Expedition von O. Neumann.

Die Darstellung der Schutzgebiete in den Seiten­flügeln war so gedacht, dass nach der Vorbereitung

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