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Deutschland und seine Kolonien im Jahre 1896 : amtlicher Bericht über die Erste Deutsche Kolonial-Ausstellung / hrsg. von dem Arbeitsausschuss der Deutschen Kolonial-Ausstellung ... Red.: Gustav Meinecke ... Zeichn.: Rudolf Hellgrewe
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I

v H n dieses Bild der tropischen Kolonien, wie es Kunst Ji und Wissenschaften auf märkischem Sande ge­schaffen hatten, brachten die Eingeborenen ein buntbewegtes Leben. Sie verpflanzten mitten hinein in die Weltstadt mit ihren verfeinerten Sitten, ihren Modemenschen, ihrer stolzen Pracht, ein Stück natürlicher Wildheit, rohester Kultur. Gerade diese Gegensätze, zum erstenmal in engem Rahmen nebeneinander mit greifbarer Deutlichkeit vorgeführt, machten die Ausstellung so fesselnd und reizvoll für jedermann.

Westafrika hatte 4 Ba- tanga aus Kribi, 15 Dualla und 26 Togoleute entsandt, während aus Ostafrika 21 Su­aheli, 2Wakonde, ijMassai und I Wanjoro stammten.

Aus Süd westafrika waren 5 Herero und 4 Hotten­totten (Witboys), aus Neu-Guinea 8 Eingebo­rene gekommen, um das Völkergemisch der deut­schen Kolonien zu re­präsentieren. Die Ba- tanga hiessen: Mbonga (Anton), Boimbo (Karl),

Epassi (Bernhard) und

Boinge (Josef); die Dualla: Bismarck Bell (Kwelle

Ndumbe), Nachtigal (Equa Ngando), August Ewane (Djemba Ewane), Jakob (Wane a Kabuma), Robert (Eque a Ueti), Martin (Quane a Dibobe), Heinrich al. Isaac (Dikonge a Itutu), Tobi (Nkongo ma Ngala Loba), Sonntag (Kusadi), Mdjoa Ngembo, Hamburg Bell (Uru a Lobe), Rudolf Masako, Elimbi a Djabi a Ndame, Jonas (Akongo Ndi). Tobi und August Ewane hatten ihre Frauen mitgebracht, von denen die eine Esangi, die andere Ndungo hiess. Die Togokolonie bestand aus: Headman J. C. Bruce nebst seinen beiden Frauen Ohui und Dassi und seinem 3 1 /2.jährigen Söhnchen Quassi, Samuel Gabba (Neffe von Bruce, der ebenfalls

Massaiweibi

aus dem alten Häuptlingsgeschlechte derGabbas stammt), Goldschmied Hundjo, Weber Djokoto, Hut- und Mützen­macher Koffi, Netzmacher und P'etischtänzer Lateque, Amussu, P'oli (Jonsonque), Amoni, Anani, Auluivi, Abodje, Beribinjong, Amemenjong und den Weibern Awlessi, Feite, Adoko, Jagga (aus Dahome), Telle, Aluba, Koque, Minonegbo und Kay (auch Doivi ge­nannt).

Das Suahelidorf bevölkerten der 40 Jahre alte Schmiedemeister Said bin Halfani mit seiner 30jährigen

Frau Sada und zwei Knaben Arombanile und Kanunu, von denen der eine 6 Jahre, der andere 4 Jahre zählte, der Weberfundi Salim bin Farjalla, 28 Jahre alt, der ZimmermeisterYomari, 28 Jahre alt, Yuma bin I Tassan, 20 Jahre, Mo- hamadi bin Achmed (Nuci), 22 Jahre, Ah bin Batamu, 21 Jahre, Said Mdogo (Mjomba, der Kleine, genannt), 17 Jahre, dieBrüderNas- soro bin Saidi, 26 Jahre, und Issa bin Saidi, 20 Jahre, Musa bin Chante, 20 Jahre, Said bin Ismael, 22 Jahre, mit seiner 24jährigen Gattin Maschariffa, Mpote bin Hatibu, 25 Jahre, der Zimmerlehrling Mohamadi bin Saidi, 12 Jahre, Msee, 26 Jahre, die 22jährige Witwe Missi- kki, die 15jährige freigekaufte Hassima und das 8jährige Mädchen Aosse; ferner die Wakondeleute Chingongoa, 25 Jahre, und Leonera, 28 Jahre. Die Massainieder­lassung bestand aus: Kassine, 28 Jahre, Maeli, 28 Jahre, Rombea, 30 Jahre, Meschuggu, 28 Jahre, mit seiner 28jäh- rigen Frau Ngais, Menote, 2ÖJahre, Jakön, 25 Jahre, Barga- wai, 15 Jahre, Nadendugai, 22 Jahre, mit seiner 30jährigen Gattin Kidalo, Delalo, 28 Jahre, mit seinen beiden Frauen Namirgosendo, 26 Jahre, und Kiverra, 28 Jahre, und seiner

kochend.

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