Flora, Fauna und Klima. — Statistisches über die Bevölkerung.
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studieren. 1 ) Man wird aber kaum fehlgelien, wenn man annimmt, daß sie im wesentlichen mit der Flora und Fauna der Gazelle-Halbinsel übereinstimmt, über die sich in Schnees „Bildern aus der Südsee“ 2 ) eine kurze Zusammenstellung findet.
Das Klima ist entsprechend der geographischen Breite rein tropisch. Von Mai bis Oktober herrscht der Südost-, von Dezember bis März der Nordwest- Monsun und mit ihm die Regenzeit. April und November bilden die Übergangszeiten von einem Monsun zum andern. 3 ) Im allgemeinen entfernt sich die Temperatur nur unbedeutend nach oben und nach unten von 25° C. 4 5 * ) Die Frage, ob sich das Land zur Besiedlung durch Europäer eignet, muß offen gelassen werden, da es mir nicht vergönnt war, ins Innere vorzudringen. Bemerkenswert ist, daß sich von Umuddu bis nach Lamassa kein einziger auch nur einigermaßen sichrer Ankerplatz befindet, während Lamassa, Sulphurhafen, Irish und English Cove (Port Breton) und Kambotorosch (Praslinhafen) auch größeren Schiffen genügend Raum und völlige Sicherheit gewähren. In handelsgeographischer Hinsicht sei erwähnt, daß durch den St. Georgskanal der sicherste und kürzeste Seeweg von Ost-Asien nach Sydney und Melbourne führt.
Statistisches über die Bevölkerung.
Zählungen in den besuchten Ortschaften haben zu folgenden überraschenden Ergebnissen geführt:
Ort Zahl der Hütten Einwohner
Umuddu.
18
etwa 3 ) 60
Matamburr (i ).
8
„ 25
Kalil.
31
78
Balauott.
15
etwa GO
Watpi-Rombo mborr rnborr 7 ) .
22
„ 80
King.
30
„ 90
Kait.
25
„ 85
Lamassa.
25
91
Laklalc.
6
etwa 20
Lambom 8 ).
30
„ 100
210 689
’) S. den wissenschaftlichen Teil des Gazelle-Werkes.
2 ) Berlin 1904 bei Dietrich Reimer. S. 273 ff. Vergl. auch das für die botanische Erforschung des Schutzgebietes grundlegende Werk von Lauterbach und Schumann.
3 ) Segelhandbuch für den Stillen Ozean. Herausgegeben von der Deutschen Seewarte. Hamburg 1897. S. 164.
4 ) Die meteorologischen Aufzeichnungen von S. M. S. Möwe befinden sich bei der Seewarte in Hamburg, sind aber noch nicht bearbeitet.
5 ) Genaue Volkszählungen sind nur in Kalil und Lamassa gemacht worden (s. Anhang). Die Hütten sind überall gezählt, die übrigen Einwohnerzahlen sind schätzungsweise aber eher zu hoch als zu niedrig angegeben.
®) Bergdorf, 2 Stunden weit von Umuddu in den Bergen gelegen, also streng genommen nicht mehr zur Küste gehörend.
7 ) Doppeldorf. Später der Kürze halber immer nur mit Watpi bezeichnet.
8 ) Eigentlich 4 Dörfer, aber zusammenhängend s. S. 103 f.