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Deutsches Kolonistenleben im Staate Santa Catharina in Süd-Brasilien / von Hermann Leyfer. Mit einem Vorwort von Albrecht Wilhelm Sellin
Entstehung
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Die Gefahr, solche entwertete Scheine zu erhalten, ist indeß nicht so groß, wie man zunächst glauben sollte, da die Kaufleute sorgfältig die Einlösungstermine beachten, so daß verfallene Scheine kaum in Cirkulation bleiben.

Im täglichen Verkehr wird außer nach Milreis und Reis gerechnet nach Vintens. 1 Vintem 20 Reis. Manche Brasilianer rechnen aber auch noch nach dem ehemaligen oruru6c> 20 vintens 400 Reis, oder tustLo 5 vintens 100 Reis und die pataea 16 vintens 320 Reis.

Der Kurs.

Eine bittere Enttäuschung erleben häufig Geistliche, Lehrer, Kaufleute u. A., die mit fester Anstellung nach Brasilien kommen, wenn sie den ihnen in brasilianischem Gelde, in Milreis, zugesicherten Gehalt in deutsche Reichs­mark umrechnen und dabei den Milreis zu 2,27 Mk. annehmen, wie er in allen vergleichenden Münztabellen angeführt steht. In Wirklichkeit ist der Werth des Milreis, da die eigentlich zur Basis des Münzwesens angenommene Goldwährung einem Papiergelde mit Zwangskurs Platz gemacht hat, großen Schwankungen unterworfen, je nach seinem augenblicklichen Kursstand.

Der Werth des Milreis bei Goldwährung war auf 27 pence festgesetzt: im Jahre 1898 war er aber bis unter 6 pence, also unter den 4ten Theil, gegangen, so daß man z. B. im April des genannten Jahres das englische Pfund Sterling mit 44 Milreis bezahlte. Bei allen brasilianischen Werth­angaben muß man sich daher- zunächst nach dem jeweiligen Kursstand er­kundigen ; erst dann kann man sich eine richtige Vorstellung von den angegebenen Werthen machen.

Im Folgenden sei die Kurstabelle für den Kurs von 618 6 )d. h. bei einem Werthe des Milreis zu 618 pence) wiedergegeben, da nicht an­zunehmen ist, daß in absehbarer Zeit der Kurs unter 6 6 fallen noch über 18 6 steigen wird.