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Obst.
Auch Obst anzupflanzen soll der Ansiedler nicht versäumen. Es bietet sich ihm hier eine ungemein große Auswahl: Orangen, Tangerinen, in Deutschland Mandarinen genannt, Citronen, Pumpelmuß, aus welchem das Citronat gewonnen wird, Limonen, Ameixas leine pflaumenartige Frucht), Pitangas, Jaboticabas, Goajabas, Abacatas, Maulbeeren, Pfirsiche, Feigen, Ananas, Bananen u. v, a.
Ueber die Pflanzzeit und Ernte der hiesigen Obstsorten finden sich nähere Angaben in dem nachfolgend mitgetheilten landwirthschaftlichen Kalender. Hier sei nur noch der Wein und die Banane besonders erwähnt.
Der Wein.
Wein geräth gut, liefert auch reichen Ertrag und trinkbaren Tischwein. Er har aber den Fehler, daß die Beeren ungleichmäßig reifen. Doch sind noch zu wenig Versuche gemacht, welche Rebe für das hiesige Klima die empfehlenswerthcste ist.
Die Banane.
Die Banane hat einen 6—20 Fuß hohen, saftigen Stamm mit großen, dunkelgrünen Blättern. Die Früchte bilden ein Fruchtbündel, das aus der Blattkrone nach unten herabhängt: sie gleichen im Aussehen jungen, länglichen Gurken. Jeder Stamm bringt in Jahresfrist ein Fruchtbündel hervor und stirbt dann ab.
Es giebt sehr viele Arten Bananen. Die feinste im Geschmack ist die Goldbanane: sehr geschätzt sind ferner die St. Thoms, die Uanana eia tsrra, die sog. Zuckerbanane u. a.
Die ergiebigste aber von allen Arten ist unstreitig die Zwergbanane snanica). Obwohl sie den niedrigsten Stamm har, sind ihre Fruchtbündel sauolws) größer, als die aller anderen Arten. Sie erreichen oft ein Gewicht von über 50—60 Pfund.
Die Banane ist geradezu eine Jdealpflanze. Einmal gepflanzt, was durch Wurzelschößlinge geschieht, die von der Mutterpflanze mit dem Spaten abgestochen werden, wächst sie lange Jahre, immer einen Schößling nach dem andern aus der Erde treibend. Hat dieser sich zum Stamme entwickelt und sein Fruchtbündel hervorgebracht, so wird er abgeschlagen: aber schon ist wieder ein anderer Schößling aus derselben Pflanzstelle soweit, daß er blüht oder Frucht giebt.
Es ist eine geradezu unglaubliche Fruchtbarkeit der Natur, die sich hier entwickelt. Man soll aber nicht zu viele Schößlinge wachsen lassen, da sonst die Fruchtbildung beeinträchtigt wird.
Eine einmal angelegte Bananenpflanzung trägt auf Jahre ohne alle Pflege: doch sollte man sie von Unkraut säubern und ab und zu den Boden in der Nähe der Pflanze etwas aufhacken.
Bei der Ernte wird der Stamm möglichst tief abgeschlagen, um so für die jüngeren Stämme mehr Luft und Licht zu schaffen. Stamm und Blätter der abgeernteten Pflanze werden zerhackt und bleiben als Dung an Ort und Stelle.