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Carl Endemann.
§ 33 angegebenen Regeln über die Perfektbildung der mehr- als zweisilbigen Verben nicht zn vergessen, wonach das Perfekt der betreffenden Verben auf -ila, -ela im Passiv auf -Uwe und das der betreffenden Verben auf -ama, im Passiv auf -emwe lauten muß. Also:
fufihva (Pass. Rel.) „schimmeln“, Pevf.fafilwe; ilamioa (Pass. Stat.) „unentschlossen sein“, Perf. ilemwe; aber tutwa, Perf. tutilwe.
Über die Bildung des Perfekts von den auf -viva und -fwa ausgehenden zweisilbigen Verben siehe § 33 unter e).
Als Besonderheit ist zu merken: pa, Pass, peywa (= pa + iywa), davon Perf. peylywe; lya, Pass, leywa, davon Perf. leyilwe. Die Form pey/yive erklärt sich folgendermaßen: Das perfectum activi lautet pele; dies ergibt für das Perf. pass, die Form pelywe; das Aufeinandertreffen von e -f i erfordert die Schärfung des Spiritus lenis zwischen ihnen; so entsteht ganz regelrecht die Form peylywe. Bei dem Passiv leywa liegt die Kontraktion von laiywa vor; denn für lya liegt das ungebräuchliche Verb la zugrunde, von dem das Passiv leywa lauten muß. Das Perfekt leyilwe geht ebenfalls auf la 1 ) zurück; das Perfekt hiervon würde leie lauten, und das Passiv von diesem würde leylywe zu lauten haben. Nun bewirkt aber der Einfluß des anlautenden l, daß das l von der Perfektendung -ile nicht von dem y aufgesogen wird, sondern vielmehr dieses von dem l; so entsteht also die Form leyilwe.
Aufgabe:
a) Bilde von folgenden Verben die präsentische wie die perfektische Passivform:
jenga, mala, luma, syova, homba, funda, aya, Inka, papa „gebären“, sona „nähen“.
b) Bilde von folgenden medialen Verben das Perfekt:
pondiua „nicht erlangen“, tmnukilwa „abgeschnitten werden“, milwa „ertrinken“, kundwa „in Gunst kommen“, kinuva „außer Gunst geraten“, ayüwa „nicht reichen“, kunwa „nichts erreichen“, potwa „nichts erreichen (vgl. pondiva), jejelwa „ratlos werden“, fidaua „satt werden“, yoywa „träumen“, silamwa „unentschlossen sein“ (vgl. oben ilamwa ), vuvilwa verschimmelt sein“ (vgl. oben fufilwa), lakilwa „sich verschlucken“, pimibwa „wittern“ (vgl. imhwa „Hund“), tusukilwa, „zurückgeblieben sein“.
3. Das Verb li „sein“.
§ 43. Der Auslaut i dieses Verbs führt darauf, daß seine Form nicht die ursprüngliche Grundform ist, welche la lauten würde, aber nicht im
') Vgl. im Spthp lya , Perf. Ile {= leie); Pass, leöa, Kaus. lesa; ferner la „essen“ im Suaheli usw.; da im Bondei usw.