Carl Emlemann.
I. Die Laute.
§ 1. i. Die Vokale.
n
e 0
e bzw. i o bzw. n i u
Anmerkung. p, o, j, y bezeichnen weite Vokale, die durch den wagerechten Unterstrich von engem e, <>, i, u unterschieden werden. Von a an, dem weitesten Vokale, verengert sich der Kanal der Mundhöhle von Stufe zu Stufe immer mehr nach beiden Richtungen, einerseits nach i, anderseits nach u hin, und zwar durch Hebung der Zunge wie durch Verengerung der Mundöffnung; von a bis i nähern sich die Lippen einander immer mehr von oben und unten in wagerechter Linie, so daß der Mund dabei unmerklich breiter wird; von a bis u zieht sich der Mund von rechts und links immer mehr zusammen, so daß die Lippen sich runden. Das e ist = „ä“, o ist = „o“ im französischen „encore“ oder wie die Aussprache von ,,a“ im englischen „all“; e und o sind - „e“ und „o“ in „See, so“; i und u sind - „i“ und „u“ in „sie, Schuh“. Was * und n betrifft, so hält i die Mitte zwischen e und /, y. die Mitte zwischen o und u. Es handelt sich dabei um individuelle rauhe, dumpfe Aussprache von e und o. Die rauhen, tieferen Männerkehlen sprechen im ganzen mehr das dumpfe i, n; die reineren, feineren Frauenkehlen sprechen im ganzen mehr ein klares e, o, und dies sollte für die Lautbezeichnung maßgebend sein. Daß es sich um e, o handelt, darauf führt auch der Umstand, daß es sonst im Nyakyusa kein e, o gäbe, das doch die Grundlage für e (aus e + a), o (aus o + et) ist. — Die Übersetzung des Neuen Testaments ins Nyakyusa hat /, u für i, m und i, u für i, u. Das verwind die Sache; denn das sieht so aus, als ob i, u das eigentliche, richtige i, u wäre, was doch nicht der Fall ist. Es müßte wenigstens i, u und i, u geschrieben werden, besser und richtiger noch e, o und i, u, was für künftige Neuauflage dringend zu empfehlen ist. — Wenn im folgenden vorläufig e, o für e, o und i, y, für e, o angewandt wird, so geschieht dies, um zurzeit die Dinge nicht noch mehr zu verwirren; dabei ist aber nie zu vergessen, daß es sich bei i, u eigentlich um e, o (enges e, o) handelt.