nur auf Versuchspflanzrmgen gezogen. Einfachheit der Kultur und der Erntebereitung, guter zuträglicher Boden und passendes Klima, eingeborene Arbeiter, die mit der Kultur bekannt und vertraut sind, und die ständig hohen Koprapreise weisen immer mehr darauf hin, daß die Kokospalme die sicherste und eindringlichste Kultur der Südseekolonien ist. Versuche mit Mais, Zuckerrohr, Pfeilwurzel hatten keine Erfolge. Manilahanf wurde in Saipan und Kusai angepflanzt, Kopradarren sind überall eingerichtet worden.
Eingeborenen-Landesprodukte
Auch hier spielt die Kokospalme die Hauptrolle, Friedrich-Wil- Helmshafen, Neu-Mecklenburg, Kieta, Gazellenhalbinsel und Neu- Pommern tragen dazu hauptsächlich bei. Seitdem die Regierung durch Anlernen der Eingeborenen dahin gewirkt hat, daß die Kopra gut hergestellt wird, ist der Handelswert bedeutend in die Höhe gegangen. Der lokale Verbrauch von Nüssen ist so groß, daß riesige Mengen dadurch dem Export entzogen werden. Die beste Kopra kommt aus Nord-Mikronesien, hier verkaufen die Eingeborenen die ganzen Nüsse an Kopratrockner, wodurch die Düngung der Pflanzungen mit dem Kokosnußkompost unmöglich wird, infolgedessen der Boden an Nährstoff verliert und bald künstliche Düngung notwendig werden wird. Hohe Marktpreise verschlechterten die Qualität der Kopra, weil hohe Preise für minderwertige Sorten gezahlt worden sind. In den letzten Jahren litten die Palmenbestände durch Käfer und Schildwanzen, besonders in Gegenden mit viel primärem Walde. Gegenmaßregeln sind getroffen worden. Kakao der Criollo- varietät litt ebenso wie Hevea von Windbruch und Krankheiten.
Viehzucht
ist ohne Bedeutung. Versuche in Kieta und Kaewing sind mit Javavieh, sowohl Rindern wie Schafen eingeleitet worden. Die Eingeborenen haben nur Schweine und Hühner und ganz wenig Rinderzucht in Saipan und Rota. Die stark grassierende Schaffäule macht Schafzucht unmöglich.
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