neuer Zuchtmethoden und verkaufen ungern von ihrem Viehreich- tum; besonders geben sie keine Kühe und Jungvieh ab. Häute kommen stark in den Export, ihr Wert ist aber gering im Weltmarkt, da ihre Qualität infolge des Trocknens im vollen Sonnenlicht verliert. Die Qualitätsverbesserung der Häute nimmt aber zusehends zu, da die großen Firmen die Felle jetzt naß und frisch einkaufen und das Trocknen und Zubereiten selbst besorgen. Auch hat die Regierung die Eingeborenen in der Häuteherstellung für die Ausfuhr unterrichten lassen.
Samli, eine geklärte Butter, wird von Muanza und Schirati aus sowie von Ugogo und Ruanda in den Handel gebracht und in geringen Quantitäten exportiert.
Elfenbein. Die Ausfuhr hat abgenommen, da die Jagd auf Elefanten nur in Ausnahmefällen gestattet wird und der Jagdschein sehr teuer ist. In Zukunft wird diese Schonung der Tiere der Ausfuhr wieder zugute kommen.
Landwirtschaftliche Produkte der europäischen Plantagen
Sisalhanf (von ^Z3ve riZiciu vur. Simluim). 189z wurde mit dem Anbau der Sisalagave begonnen. Die ersten Pflanzen wurden von Florida eingeführt; diese Kultur ist, nachdem sie die Anfangsschwierigkeiten überwunden hatte, rapid gewachsen. 1910—1911 bestanden 54 Plantagen mit rund 20 000 im Landbesitz, von denen 8000 li3 bepflanzt waren, 1911—1912 21000 Im und nooolm davon bepflanzt, und 1912—1919 25 000 Im, darunter 14 000 du bepflanzt. 1910—1911 wurden je nach Qualität für die Tonne 298—576 Mark bezahlt. Ausgeführt wurden 1911 10989 t zu 4 532 240 Mark, 1912 16 798 t im Werte von 7 959 220 Mark. Die Ausfuhr ist in stetiger Zunahme begriffen.
Die Sisalagave ist von der Gleichmäßigkeit des Bodens nicht besonders abhängig und gedeiht unter den verschiedensten klimatischen Verhältnissen und auf ganz verschiedenen Böden; sie kommt in den verschiedensten Distrikten und Höhenlagen vorwärts und gedeiht gut. Nur zwei Hauptfaktoren spielen eine Rolle, Transport-
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