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Wie England die Deutschen Kolonien bewertet / von Kurt Rein
Entstehung
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Deutschoftafrika

Deutsch-Ostaftika ist 995 000 qkm groß, also dreimal größer als das Vereinigte Großbritannische Königreich, es mag 7 000 000 Ein­wohner, demnach eine Bevölkerungsdichte von 7 auf den Quadrat­kilometer, haben. Das deutsch-ostafrikanische Gebiet erstreckt sich von 1 ° bis 11 ° südlich des Äquators und von zo° bis 40° östlicher Länge.

Die hauptsächlichsten Mineralschätze Deutsch-Ostafrikas sind Glimmer, Gold, Kohle, Eisenerze, Uranium, Kopal, Salz, Granaten, Soda (Natriumkarbonat).

Diese Mineralprodukte werden teils schon abgebaut, teils sind die nötigen Vorarbeiten zum Abbau bereits abgeschlossen worden. Lransporterleichterungen, um guten Profit zu erzielen, werden gefunden werden. Glimmer, Gold und Granaten wurden nach Deutschland ausgeführt, während Kopal fast ausschließlich über Sansibar in England Verwendung fand. Außer für Mineralien, die nur lokalen Verbrauch haben und lokalen Wert besitzen, glaubt England Anhaltspunkte für das Vorhandensein von Petroleum, Phosphaten und Mangan in den Einsenkungen des zu dem großen zentralafrikanischen Hochplateau gehörigen Teiles der Kolonie gefun­den zu haben, um diese Produkte nebst Achaten und Halbedelsteinen dort ausbeuten zu können. Sodaseen, von denen der Natronsee an der nördlichen Grenze der bekannteste ist, bieten gleichfalls Vorteile durch die Gewinnung der Soda, die in reichem Maße vorhanden ist. Was England aus unseren Kolonien holen könnte, wären folgende Boden- und Landesprodukte.

Bodenschätze

Glimmer (Mca) kommt in großen Mengen in den verschieden­sten Gegenden der Kolonie vor. Der wichtigste Platz für Glimmer­vorkommen ist das Ulugurugebirge im Morogorodistrikte, hier wird

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