Flüsse.
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senkrecht. Die Masse besteht aus Sandstein; dazwischen liegen eingesprengte Lavalager, welche die totale Verwitterung gehemmt und die Gleichförmigkeit bewirkt haben.
Flußsystem.
Das Plateau von Usaramo wird an seiner Westgrenze von dem Kingani und an seinem Südrande von dem Rufidschi bespült, aber in keiner Richtung von irgend nennenswerthen Rinnsalen durchfurcht. So erhält der Kingani von der gegen sein Bett stark geneigten 60—100 llru breiten Hochfläche keinen einzigen nennenswerthen Zufluß; alles Wasser, das ihm zuströmt, kommt von der linken Seite, von den Bergen von Ukami und Kutu. Nur dem steilen Ostrand der Hochfläche entquellen eine größere Zahl von Bächen, die sich nach kurzem Lauf in das Meer ergießen, so der Msinga in die Bucht von Dar-es-Salaam, der Mbesi in die Schungu-Bai und der Mgasi in die Bai von Kisiju.
Der Kingani entsteht aus dem Zusammenfluß des Verengere und Mgeta bei Usungula. Beide entspringen im Ukami- Gebirge.
Das Quellgebiet des Gerengere liegt in dem Zusammenstoß des Uruguru-Gebirges mit den Kigambwe-Bergen. Nach kurzem nördlichen Lauf schlägt er in mehrfachen Windungen eine östliche und von Konge eine nahezu südliche Richtung ein. Im Oberlauf nimmt er von rechts den Mrogoro mit dem Tongern, dann bei Vingongo den Makobola und endlich nördlich von Quaba den Longwe auf. Von der Useguha-Terrasse strömt ihm bei Konge der Tange zu. Er ist ein klares Wasser mit starkem Gefall, in theils sandigem, theils felsigem Bett. In der Regenzeit wird er von den Sturzbächen des Gebirges überfüllt und tritt verwüstend über seine Ufer. Die Ueberschwemmungen steigern sich in manchen Jahren bis zur Zerstörung weiter, angebauter Strecken, besonders bei Sim- bamweni und Musondi. Seine Breite beträgt in der Regen-