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Deutsch-Ostafrika : Geographie und Geschichte der Colonie ; mit 1 Karte von Deutsch-Ostafrika / von Brix Förster
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Thierwelt.

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tropischen Pflanzenwelt und die doch sonst unmögliche Gewohn­heit der Eingeborenen, beinahe nackt zu gehen.

Thicrwelt.

Die südlich und westlich vor dem Kilimandscharo liegende Ebene bis an den Jipe und den Pangani unterhalb von Aruscha ist das herrlichste jungfräuliche Jagdgebiet. Nicht einzeln oder in kleinen Trupps, nein, in Scharen von Hunderten galopirt das Hochwild über die weiten Flächen.

Hier begegnet man Antilopen, Gazellen, Zebras, Giraffen, Büffeln und in geringerer Menge auch Straußen; dann paar­weise überall dem Nashorn und dem Panther und am Ostufer des Jipe-Sees dem Löwen. Das Warzenschwein ist in größerer Menge am obern Sonja zu Hause; Flußpferde und einige Krokodile sieht man im Jipe-See.

Der Elefant treibt sich im Sumpfwald und besonders in der Urwaldzone in3000 m Höhe herum. Er klettert weit aufwärts; Johnston sah ihn bei 4000 m und Ehlers ent­deckte seine Spuren sogar noch bei 5000 rn.

Die Wälder in der Niederungeworden von Affen, im Norden und Nordosten von dem weißschwEinzigen Stummel­affen (Ootodus), von Hornvögeln, Trappen und Kiebitzen belebt.

Die gefürchtete Tsetsefliege zeigt sich nirgends.

Eine besondere Erwähnung und Beachtung verdienen die zahllosen Bienenschwärme, denn sie überfallen unversehens die Karavanen zum größten Schrecken der Neger. Wehrt man sich mit Hand und Stock gegen sie, so wird man auf das entsetzlichste 'zerstochen. Gegen sie gibt es nur zwei Mittel: entweder ruhiges Verhalten oder Anzünden von Feuern, um durch Rauch sie zu vertreiben.

Bevölkerung.

Zu den Bewohnern des Kilimandscharo-Gebietes gehören: die Wadschagga, Wataveta, Wakuafi und Wandorobbo. Auch

Förster. - g