Klima.
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Die beiden letztgenannten Zonen bedecken die zweite, 4300 rn, und die dritte, 4800 rrr hochgelegene Terrassenstnfe. Auf den letztern, einem 5 nach Norden und 7 Kur von West nach Ost ausgedehnten Plateau ruhen der Eisdom des Kibo und die niedrigere, zerklüftete Felsenspitze des Kimawensi, beide Gipfel getrennt durch einen Sattel von sechs vulkanischen Kegeln.
Die untere Schneegrenze ist verschieden bestimmt worden^ zwischen 4600 und 4900 m. An der Ostseite liegt sie höher als im Westen und im Norden schneidet sie nach vo. Hans Meyer schon bei 5500 m ab.
Die höchste Kuppe des Kibo ist vergletschert und von einen 50 ra hohen überhängenden Eiswand gekrönt, welche eine leicht gewellte Schneefläche ringförmig umschließt. Von der Decken berechnete ihre Höhe auf 5694 in, Dr-. Hans Meyer auf ca. 5700 in und Otto Ehlers, der letzte Besteiger auf mehr als 6000 ra.
Klima.
Alle Reiseberichte sprechen von den günstigen Gesundheitsverhältnissen nicht nur auf der Culturzone des Kiliruandscharo, sondern auch in den Wohnbezirken der Ebene. Selbst Taveta wird trotz der Nähe des großen Sumpfes am Nordende des Jipe- Sees als fieberfrei gerühmt. Es gibt keine andauernden Perioden von Trocken- und Regenzeit; die Höhe des Gebirges bewirkt. Regen in allen Monaten. Nach allgemeiner Schätzung regnet es im April und Mai an: stärksten, im Januar fast nie. Nach v. d. Decken, welcher Aufzeichnungen vorn Juli bis September 1861 und vorn October bis December 1862 niedergeschrieben hat, erscheint der December als der trockenste und der August als der feuchteste Monat.
Temperaturbeobachtungen von längerer Dauer und gleichzeitig an verschiedenen Orten wurden noch nicht gemacht. Die umstehende Tabelle gibt nur eine allgemeine Vorstellung von den Wärmeverhältnissen.