96
Uscimbara und Boudci.
unter unabhängigen Dorfhäuptlingen, welche in einzelnen .Fällen benachbarte Ortschaften unter ihrer Herrschaft vereinigt chaben.
Schlnßbetrachtung.
An Naturproducten erzeugen Usambara und Bondei: auf den Feldern: alle Getreidearten; Maniok und Bataten; Bohnen und Reis, Taback und Zuckerrohr; Bananen und Kokosnüsse; die Baumwollstaude (wild); auf den Weidegründen: schönes starkes Rindvieh und Schafe; in den Wäldern: Honig, Kautschuk und Kopal; Nutzholz von den Tamarinden und Teakbäumen.
Die Produktion kann bei der Ergiebigkeit des Bodens durch Vermehrung der Bevölkerung und durch geregelte intensive Arbeit gesteigert werden, und zwar namentlich in Bezug auf Reis, Taback, Zucker, Baumwolle und Kautschuk.
Zur Zeit werden von den Eingebornen exportirt: Bohnen, Taback, Zucker, Butter, Honig und Kautschuk.
Die wichtigsten Importartikel sind Manchester-Banm- ivollstoff, blaue und milchweiße Perlen; außerdem geringere europäische Krämerw aare.
Zur Anlegung von Plantagen eignet sich in erster Linie die der Küste nahegelegene, ungemein fruchtbare Landschaft Bondei; selbst Kaffee- und Cacaopflauzungen würden hier -Erfolg versprechen.
Auch das südliche Pangani-Ufer, nahe der Mündung des Flusses, bietet Aussicht auf lohnenden Ertrag.
Die Umgebung von Wuga, trotz vorzüglicher Verhältnisse in Bezug auf Klima und Bodenbeschaffenheit, kann erst in .zweiter Linie in Betracht kommen; denn die Entfernung von der Küste ist sehr groß und die Verkehrswege dahin sind sehr ungünstig.
Die Urbarmachung des Sigi- und Luengera-Thales muß Liner spätern Zeit vorbehalten bleiben.