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Deutsch-Ostafrika : Geographie und Geschichte der Colonie ; mit 1 Karte von Deutsch-Ostafrika / von Brix Förster
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UsamLara und Bondei.

Jesa Mkubwa; von da an nimmt eine bis Mbaramn reichende, 80 llra lange, trostlose, ausgedörrte Steppe ihren Anfang. Hartes Savannengras wechselt mit fast undurchdring­lichem, dornigem Gebüsch und mit nackter, steiniger Wüste ab.

Diese, Nyika genannte Steppenwildniß wird im Norden von dem Umba-Fluß durchschnitten. Er entspringt auf den Höhen von Mlalo und Mbaramn und nimmt eine Anzahl größerer und kleinerer Gebirgswässer auf, welche von Galerie­wäldern umsäumt werden. Der Umba mündet in einem morastigen Delta bei Wanga.

Bevölkerung.

Das Thal des untern Pangani, bei Tongwe und Korogwe, und der fruchtbare Landstrich von Bondei sind stark bevölkert, weniger das Innere des Gebirges und das Mkomasi-Thal, am geringsten der Nordostrand. Die Raubzüge der Masai den Pangani und die Nyika-Ebene herab in das Thal des Luengera und in die Küstengegenden, auch gegenseitige Befehdungen der Häuptlinge im Hochlande, trieben die Bewohner entweder aus die Kuppen der Berge oder in das Dickicht der Wälder oder auf die Inseln des Flusses Pangani. Allen gemeinsam ist Sinn und Geschick zum Ackerbau, zur Viehzucht und zum Handel. Erhebliche Quantitäten von Getreide, Bohnen, Taback, Melasse, Butter und Honig, auch etwas Kautschuk werden zum Export nach den Küstenplätzen gebracht. Zur Bekleidung dient leichter Manchester-Baumwollstoff als Ueberwurf und Lendenschurz. Speere, Pfeil und Bogen sind noch in Gebrauch neben den Feuergewehren.

Nach Sprache, Abstammung und Lebensweise zerfallen sie in drei Hauptgruppen: in die Bewohner von Bondei, des Pangani-Thales und von Usambara.

Die Bevölkerung von Bondei, von der Küste bis zu den Vorbergen, besteht, außer den Arabern, Indern und Suaheli in der Stadt Pangani, aus den Waschinsi, Wasegeju und