„limern“ und sich in diese Steinzeitmethode so vertieft, daß die Anwesenheit ihres Werkzeuges völlig aus ihrem Gehirn entschwunden war. Das bringt ein Mshenzi fertig.
Ich zeigte nun den Leuten die Handhabung des Werkzeuges selbst, stieg in das Loch hinab und arbeitete über eine Stunde selbst mit ihnen, bis ich überzeugt war, daß sie alles richtig machten. Einer unten im Loch lockerte die feste Erde mit der Kreuzhacke; der andere füllte sie mit der kurz- stieligen Schaufel in die Körbe; der dritte oben zog sie am Fiaschenzug empor und der vierte leerte sie aus. Es funktionierte; nun mußten es die Kerls begriffen haben, und ich begab mich nach den Vorwerken.
Am nächsten Tage, als ich wieder nachschaute, war genau wieder dieselbe Geschichte! Dieses „Kazi ulaya“ (Europäerarbeitsweise) war für ihre Begriffe zu hoch! Sie mußten weggenommen und eine Zeit lang bei Straßenarbeiten unter einer größeren Abteilung geschulter Arbeiter verwendet werden, bis sie allmählich lernten, Hacke, Schaufel und Korb zu würdigen.
Das ist nur ein Beispiel von vielen, wie schwer und langsam der Neger an vernünftiges Arbeiten gewöhnt werden kann.
Tagesordnung.
Die Urbarmachung des Wald- und Buschgeländes war vor allem energisch betrieben worden. Im Oktober 1907 hatten wir begonnen; im Januar 1908 setzte die Regenzeit ein, — diesmal ungewöhnlich spät, wie es hieß. Bis dahin waren gegen 60 Hektare rein gerodet, davon wurden etwa 40 Hektare probeweise mit Baumwolle bepflanzt.
Zufällig war jene erste Regenzeit eine der günstigsten gewesen, die wir in Kilossa erlebten. Infolgedessen war der Ertrag ein sehr befriedigender: etwa 1600 Pfund Roh-