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Die Wirtschaftstätigkeit der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft in den Jahren 1887-91 und ihre wichtigsten Voraussetzungen / von Bruno Kurtze
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3. Die einzelnen Stationen. Die Wirtschaftsstationen sollten nach Dr. Peters' Plänen vor allem die tropische Landwirtschaft pflegen, im Handel mit Elfen­bein, Kautschuk und anderen Sammelprodukten sich jedoch nur ganz vorsichtig und nur insoweit engagieren, als dadurch Ansatz­punkte für eine spätere Ausdehnung und Ausbildung dieses Be­triebszweiges geschaffen wurden. Dementsprechend drängte Peters auf allen Stationen zur Pflege tropischer Kulturen, als deren aus­sichtsreichste im Jahre 1887 allgemein die Tabakskultur galt. Noch im Oktober, nachdem die negativen Ergebnisse der Versuche bereits Tatsache geworden waren, glaubte er von einer beginnen­den Tabaksära in Ostafrika sprechen zu dürfen, die nach den An­sichten eines Pflanzers der Deutsch-Ostafrikanischen Plantagen­gesellschaft der west- und ostindischen ebenbürtig zu werden versprach. Zu dieser Überzeugung war man auf der einen Seite wohl durch die Beobachtung der natürlichen Wachstumsbedin­gungen in Usambara und anderen Landschaften gekommen, die in mancher Beziehung denen des indischen Archipels ähnelten. Nicht weniger wahrscheinlich ist es aber, daß die offenbar ge­lungenen Versuche, die im Jahre 1887 der Hamburger Kaufmann und österreichische Konsul O'Swald auf seiner Musterschamba auf der Insel Zanzibar unternahm, die Aufmerksamkeit des General­vertreters und seiner wirtschaftlichen Hilfskräfte gerade auf diese Kultur gelenkt haben. Stellte doch Konsul O'Swald bei der Gesellschaftsleitung den Antrag, ihm im folgenden Jahre, 1888, auf dem Kontinent 20000 ha zur Anlage einer großartigen Tabaksplantage zu überlassen.

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a) Kingani-Stationen. Auf allen drei Kingani-Stationen wurde noch 1887 Tabak angebaut. Der Erfolg des Jahres war eine sehr kleine Ernte von Usungula. An krampfhaften Versuchen, andere Kulturen we­nigstens allmählich zu einer Einnahmequelle zu machen, hatte man es in den Niederungen des Kingani auch nicht fehlen lassen. Neben Tabak und Baumwolle wurden Kaffee, Tee, Vanille und andere tropische Gewächse gezogen, jedoch mit dem ausge­sprochenen Zweck, nicht gleich Massenernten erzielen zu wollen, sondern zu erproben, wieweit sie das ostafrikanische Klima würden ertragen können. Selbst europäische Gemüse wurden angepflanzt,