1 7 * 2 *
für, also für die Bergbehörde und Schutztruppe zusammen verausgabten Beträge, nämlich:
1888:
38218,36 Mk.
1889:
162486,54 „
0
ON
00
34217,— „
Summa: 234921,90 Mk.
Man braucht sich diese Summe nur als etwa normale Jahresausgabe zu denken, um es zu verstehen, wenn eine nicht sehr kapitalstarke wirtschaftliche Unternehmung wie die DKG. es ablehnte, diese Last für dauernd zu übernehmen 1 ).
Noch zu erwähnen wäre hier die Anlegung von Süßwasserkondensatoren und der Bau der alten Landungsbrücke in Lüderitz- bucht 2 ), für die die DKG. gegen 100000 Mk. ausgegeben haben mag, ferner Beiträge zum Bau eines Krankenhauses, zur Untersuchung der Hafenverhältnisse 8 ), zum Bau einer Wasserleitung, zur Herstellung eines Sportplatzes in Swakopmund, für das Wöchnerinnenheim und den Turnhallenbau in Windhuk und noch einige Kleinigkeiten.
§ 23
b) Die wirtschaftliche Tätigkeit der Deutschen Kolonialgesellschaft für Südwestafrika
Damit sind die Leistungen der DKG. für das allgemeine Wohl erschöpft und wir gehen nun über zu ihren wirtschaftlichen Unternehmungen. In dieser Hinsicht war die DKG. anfangs ebenfalls sehr zurückhaltend. Programmatisch klingt folgender Passus aus dem 1. Geschäftsbericht 4 ): »Die Gesellschaft beabsichtigt vorerst nicht, weitere generelle Erforschungsexpeditionen zu entsenden, sondern glaubt, der privaten Unternehmung die Verfolgung speziellerer Ziele überlassen zu müssen. Ebenso wird die Errichtung industrieller Anlagen und Handelsgeschäfte von der Gesellschaft nicht beabsichtigt . . . Zunächst wird sich die Gesellschaft darauf beschränken müssen, ihren Besitzstand zu bewahren und private Unternehmungen zur Erforschung und Ausbeutung des Landes nach Kräften zu unterstützen«.
I.
Wie bereits erwähnt, hat die DKG., von der einmaligen Ausgabe für das Bergamt abgesehen, niemals eigene Mittel in den
x ) Vergl. auch oben S. 30.
2 ) Jetzt ein Opfer des Bohrwurms.
a ) 1896/97.
4 ) Auf das Jahr 1885/86, abgedruckt DKZ. 1886 S. 792h