Gebildete Ehepaare.
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in einem mir sehr nahestehenden Falle vorgekommen ist. Nach dreitägigem Leiden nahm der Fall eine ganz plötzliche Wendung, und ehe der Arzt, der, auf mehrstündiges Warten gefaßt, sich auf kurze Zeit entfernt hatte, telephonisch gerufen zur Stelle sein konnte, war alles günstig verlaufen. Ein Fall, der die dringende Notwendigkeit des Studiums der „Frauenpflegerin" erschöpfend beweist.
Außerdem wissen wir alle, daß mit der Ankunft des Kindes die Gefahr nicht etwa beseitigt ist, sondern erst recht anfängt; aber die Hebamme verläßt die Wöchnerin, um ihrer sonstigen Praxis nachzugehen — die diplomierte Frauenpflegerin dagegen wäre auf mindestens zwei Wochen hinaus in jeder Minute an ihrer Seite. Ihre soziale Stellung würde der der diplomierten Krankenpflegerin gleich sein, sie würde also durchaus den Rang der gebildeten Dame einnehmen, die als Ebenbürtige neben dem Arzte steht. Außerdem würden auf diese Weise auch viel mehr Frauen passend beschäftigt werden können, weil jeder Fall eine besondere Pflegerin erheischte, während eine Hebamme ein Dutzend Fälle zu gleicher Zeit — halb — erledigt!
Gebilclete CKepaare.
Hier kommen wir zu einem geradezu herzbrechenden Thema. Eine einzelne Person kann, nachdem sie aller ihrer Illusionen beraubt, in allen ihren Unternehmungen enttäuscht worden ist, noch immer irgendwo zufassen und unter Dach kommen, auch wenn sie es tut in einer Eigenschaft, die sie noch vor einigen Monaten als für sie undenkbar erklärt haben würde — aber ein Ehepaar!