Die Krankenpflegerin.
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erfahrung! Jetzt, mein liebes Fräulein, lassen Sie sich (wenn auch zu spät) etwas über hiesige Verhältnisse belehren: die Stellung der ,Stütze der Hausfrau' im deutschen Sinne gibt es hier nicht. Das .Fräulein' als Haushaltshlllfe kennt man nicht. Es wäre nur purer Zufall, wenn Sie eine Familie fänden, in der Sie eine Stellung einnehmen konnten, die der in Deutschland aufgegebenen halbwegs entspräche. Wer hier Hausarbeit tut, der ist iu den Augeu vieler, die eben keine Unterschiede zu machen verstehen, das Dienstmädchen, und am Tische essen kann sie nur in Häusern einfachster Art, wo z. B. eines Geschäftes wegen jemand zur Hausarbeit gehalten werden muß. Wirkliche ,Herr- schaften' — und stünden sie an Bildung und Herkunft noch so weit unter dem Mädchen, nehmen sie nicht in den Familienkreis auf und lassen sie nicht am Tische essen. Das letztere tun viele nicht einmal der Gouvernante gegenüber, und selbst da nicht, wo noch andere Dienstboten sind. Man kennt eben die Unterschiede nicht. — Wenden Sie sich, falls Sie nach New Jork zurückkommen, an das Mädchenheim, 217 E. 62. Str., und an den Deutscheu Hausfrauenverein, 221 E. 59. Str. Als Mittel zur Annonce für eine deutsche Familie kommt einzig die Staats- zeituug in Betracht. Da wird es Ihnen sehr schnell gelingen, etwas Geeignetes zu finden. Deutsche Familien haben von der Heimat her ein besseres Verständnis für die Stellung der gebildeten Haushaltshülfe."
Die Krankenpflegerin.
Eine Enttänfchung wartet der aus Deutschland hier eingewanderten geprüften Krankenpflegerin, sei sie nun Diakonisse,