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Die Stütze der Hausfrau,
Die Stütze cker Hausfrau.
Aus den vorhergehenden Paragraphen wird sich die aufmerksame und deutende Leserin selbst eine richtige Beurteilung der Stellung bilden können, die hierzulande das junge Mädchen als Stütze der Hausfrau einnimmt. Wir sind von Deutschland her daran gewohnt, daß die Stütze eine junge Dame aus guter Familie ist, die in den Anschauungen und Anforderungen gebildeter Kreise aufgewachsen ist und in fremdem Hause ganz die Stellung weiterbehält, die sie im elterlichen Hause innehatte; ganz gleich, ob sie als Erwerbende oder zum Zwecke fernerer Ausbildung dasselbe verließ. Sie ist der Hausfrau rechte Hand, eine Autorität für die Kinder, eine Vorgesetzte der Dienstleute, welche ihre Stellung bedingungslos anerkennen, und sie steht den Verkehrskreisen gegenüber als Ebenbürtige da. Dafür sind aber auch ihre Interessen ganz identisch mit denen des Hauses, in dem sie sich aufhält.
Das Bedürfnis, eine solche Kraft dem Haushalte einzuverleiben, wird hier, namentlich in deutschen Kreisen, stark empfunden, und ich habe noch niemals einem juugen Müdcheu dieser Kategorie in meinen Korrespondenz-Spalten geantwortet oder Rat gegeben, ohne daß mich Briefe aus dem Leserkreise erreicht hätten mit Bitten um die Adresse; denn: „das scheint gerade zu sein, was ich längst snche . Ich tausche die Adressen aus — und das ist das Ende! Hier uud da wird auch ein Engagement erzielt, aber sehr bald erreichen mich Klagen von beiden Seiten. Ein Fall, in dem man gegenseitig zufrieden war, und das Arrangement auf längere Zeit hinaus bestehen blieb, ist mir nur selten bekannt geworden.