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Oper und Drama,
hatte. Ich wandte mich an leistungsfähige Firmen, deren Inhaber mir als rechtlich, unparteiisch, vernünftig bekannt waren und die ganz gewiß nicht das leiseste Interesse daran hatten, die Hoffnungen der Damen zu vernichten, „.,,Jhre Schützlinge mögen ja gelegentlich ein Plätzchen finden, ein jeder kommt ja wohl mal irgendwo unter, aber ein Bedarf ist nicht vorhanden, und jedes leistungsfähige Haus hat eine Warteliste von Aspirantinnen daliegen, die auf eine eintretende Vakanz sehnsüchtig harren. Und kleinere Firmen sind unter heutigen Verhältnissen nicht imstande, gut zu honorieren, oder auch nur eine Stellung dauernd zu garantieren . . ." Das war die Quintessenz der Bescheide. — Darüber hinaus will ich mir kein Urteil erlauben. Erwähnt sei nur noch, daß anch dieses Fach nahezu unentgeltlich gelehrt wird, und zwar von der „^ounZ ^Vomsn's LKristian ^ssoeiAlion".
Oper uncl Drama.
Unter allen Erwerbsbedürftigen ist nach meinem Urteile die bedauernswerteste die Schauspielerin oder Chorsängerin ohne festes Engagement. Ich habe welche unter meinen Korrespondentinnen, die schon seit vielen Jahren zu meinen Schützlingen gehören. Sie tauchen auf, verschwinden, kommen wiederum zum Vorschein — und ihr Los ist Elend! Sie sind auch zu nichts sonst brauchbar, find Hülflos bis ins Extrem, und so arm, daß es wirklich ein Wunder zu nennen ist, daß sie überhaupt wieder auftauchen; wenn ich eine Zeitlang von einer oder der anderen nichts gehört habe, so lege ich mir oft die bange Frage vor: ob sie ein Ende gemacht, oder — ein solches mit Schrecken