Malen und Zeichnen,
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denken, wenn sie diese Richtung ausbeuten und „Kaviar fürs Volk" darbieten. Wer aber hegt noch Verlangen nach Dingen, die, wenn auch in Nachahmung, in den Staub gerissen werden? Man hat hier mir immer zu flüchten vor der Profanation alles Schönen, vor der Verallgemeinerung von Dingen, die am besten exklusiv blieben, um der Entwertung zu entgehen.
So ist es auch mit Kleidermoden. Ich z. B. bin in 100 Fällen überhaupt nicht dazu gekommen, eine gewisse Mode mitzumachen, weil ich mich nicht beim allerersten Auftauchen mit Vehemenz darauf stürze; und bis man sich dazu entschließt, ist sie längst hinabgerutscht in Kreise, mit denen zu konkurrieren nicht zu meinen Wünschen gehört. Unser Mädchen legt dann vielleicht gerade diesen Gegenstand als für sie passs beiseite. Ich bin längst dahin gekommen, die Exklusivität zu wählen, die in einem Verzicht auf Augenblickslaunen der Mode liegt — sie wahren zu können, kann man sicher sein. — Und ganz so ist es mit der Kunst: Wo sie so hoch hinauf ragt, daß auch der Mittelstand sie 'nur aus der Ferne anstaunen kann, da bleibt sie Kunst! Weiter herab sinkt auch das Schöne zum Profanen herunter. Und Handarbeit wie Kunstgewerbe ermöglichen dieses Herabzerren mir allzuleicht. Und deshalb warne ich aufs dringendste vor der Illusion, hier vielleicht in diesem Felde reüssieren zu können.
Malen unck Zeichnen.
Daß es heutzutage möglich ist, diese beiden Fächer vielfach und sehr lukrativ zu verwerten, ist eine Tatsache, die ich hier nicht erst zu betonen brauche. Was wird heute