Kunstgewerbe.
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Alles vorher Geschilderte gilt auch von diesem Gegenstande — ja in womöglich noch höherem Grade! und zwar aus folgenden Gründen: Die Nadel-Arbeiterin kann immerhin abwärts gehen bis dahin, wo sie Brot findet; sie kann nicht nur Luxus-, sondern auch Gebrauchsgegenstände anfertigen, und sich nützlich machen. Zweitens ist das Bedarfsfeld hier ein viel kleineres, es wird erschöpft durch Wohnungs-Ausschmückung und Geschenke, während dort das riesige Gebiet der Toilette mit inbegriffen ist; und endlich ist die Handarbeit weibliches Monopol, aber nicht wenige Männer widmen sich dem Kunstgewerbe. Vor ungefähr zehn Jahren tauchte hier die Brandmalerei auf, und kurze Zeit hindurch war sie als Lehrfach sowohl wie als Verkaufsgegenstand eine wirkliche Goldmine — bis eben die Epidemie einsetzte! Seit der Zeit kann man in allen Warenhäusern für geringen Preis (für weniger als damals das bloße Holz kostete) den Gegenstand ausgezeichnet und womöglich gleich fertig gebrannt bekommen; und die naive Beurteilung dieses an sich so herrlichen Kunstzweiges seitens der unteren Klassen hat ihm vollends den Todesstoß gegeben. Ich hatte damals meine Tochter darin ausbilden lassen, und als sie die verschiedenen Kurse absolviert hatte, verehrte sie als Geschenk zur silbernen Hochzeit den Eltern ein herrliches Wandgemälde, eine Szene aus einem Shakespeareschen Drama darstellend: Tiefbrand, Schnitzerei usw. Man denke sich der Ärmsten Gefühle, als bald darauf eine das Zimmer scheuernde Putzfrau uns mit der Kritik erfreute: „Ach ja, in unserem
Hause wohnt ein Junge, der macht auch solche Sachen,
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