Die Haushalts-Lchrcrin,
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einmal eine Jrliinderin als Waschfrau, die schwärmte mir die Ohren voll von ihrer talentvollen Tochter: die arbeitete tagüber in der Fabrik, und abends gab sie Klavierstundcn
— o, sie konnte schöne Lieder spielen, auch einige Tänze! — Es sei ferne von mir, auch nur andeuten zu wollen, daß gebildete deutsche Damen mit solchem Publikum in Berührung kommen konnten, aber es gibt von da aufwärts gar viele Grade von „Kunstverständnis", die unsere ernsten Jüngerinnen irgendwelcher Kunst in Erstaunen setzen würden.
— Ich schließe diesen Abschnitt mit nochmaliger ernstester Warnung: Nicht aufs Geratewohl, nicht auf das siegesbewußte Vertrauen auf sein gediegenes Können hin eine Übersiedlung nach hier zu planen, um sich hier ganz allein durchzusetzen; es ist so gut wie unmöglich!
Die HausKaltsleKrerin.
Daß zu eiuer Anstellung als Haushaltslehrerin hier einstweilen überhaupt keine Gelegenheit vorhanden ist, ist bedauerlich; aber es ist Tatsache, wir haben — zu uuserer Beschämung sei es gesagt — bis jetzt hier keine Haushalts- Schulen im deutschländischen Sinne! Das ist ein wunder Punkt unseres Volkslebens, der mir, soweit unser hiesiges Volksleben in Betracht kommt, schon manches Herzwch verursacht hat.
In 38 Staaten der Union bildet die Haushaltswissenschaft einen Lehrgcgenstand an den staatlichen Universitäten, Normal-Colleges, technischen oder Ackerbau- schnlen. Die Lehrweise ist sehr verschieden, je nach den Bedürfnissen der einzelnen Staaten. Sie variiert von dem Grade einer rein wissenschaftlichen Belehrung bis her-