Die Erzieherin,
<i!>
sich über ihr Englisch amüsieren, Ihre Tätigkeit ist damit gerichtet, denn für Jmig-Amerika (und für viele Alte nicht minder) fängt der eigentliche, der Vollmensch erst beim korrekt englisch-sprechenden Individuum an. Die Idee, daß ein Mensch, der einen fehlerhaften Akzent spricht, imstande sein sollte, uusere (schon klug auf die Welt kommenden) Kinder etwas zu lehren, würde diesen geradezu grotesk erscheinen. Ich kenne eklatante Fälle, wo die liebe Jugend sich absolut weigerte, die Autorität eiues Lehrers anzuerkennen, dessen Aussprache zu wünschen übrig ließ. „Der kann uns doch nichts lehren!" Damit ist die Sache erledigt.
Die Erzieherin.
Hier unterscheiden wir vorerst zwei Klassen: „Die „Finishing-Governeß" und die „Nursery-Goverueß". Die Bezcichnnngen sind klar definierend. Wir wollen uns zuerst Nr. 1 zuwenden: Ihre Stellung ist das, was wir in Deutschland, in England und Frankreich unter der „Erzieherin" eigentlich verstehen; aber es gibt darin enorme Unterschiede. Hier die Extreme: Im Falle ^. wird eine solche Dame engagiert, um den erwachsenen Töchtern einige Stunden täglichen „Abrundungs-Unterricht" zu erteilen — das heißt, sie in die höchsten Feinheiten des Sprachstudiums und der Literatur, iu Komposition und Rhetorik, ebenso in die letzten Gehennnisse der Kunst in ihren verschiedenen Formen einzuführen. Die Stellung einer solchen Dame mag eine ganz ausgezeichnete sein, je nach den in Betracht kommenden Schülerinnen und deren Familien. Sie wird gesellschaftlich anerkannt, chaperoniert die jungen Damen