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Emanzipiertes Wesen,
für ihre Weigerung, sich so zu „erniedrigen", keine Sympathie fühlt, ist wohl einleuchtend. Unsere Damen finden es aber barbarisch, und erst die bittere Not lehrt sie, sich zu fügen.
Ich kehre also zum Ausgangspunkt dieses Kapitels zurück: Ein Vermögen zu erwerben, auch im bescheidensten Maße, ist heutzutage ausgeschlossen. Mir schreiben Anhänger dieses irrigen Glaubens schon nach zwei bis drei Jahren verzweifelt über ihre „Enttäuschungen" nach dieser Richtung hin; und das mutet selbstverständlich sonderbar an, wenn man Tausende von Familien kennt, die lange Jahre hier ansässig sind, die sich als vom Glück begünstigt betrachten, aber selbst nach einer Reihe von Jahren kein nennenswertes Vermögen aufzuweisen haben. Die ganze Lebcnshaltnng ist teuer. Kommt ja die letztere für häusliche Angestellte allerdings nicht in Betracht, so werden doch an ihre Erscheinnng so hohe Ansprüche gestellt, daß nur eine sehr praktische Person an Ersparnisse überhaupt denken kann, um so mehr, als unsere Eingewanderten häufig nur allzuleicht von der hier herrschenden Tendenz: der äußeren Erscheinung alles zu opfern, sich mitreißen lassen.
Emanzipiertes Mesen.
Ein Punkt, der einer Eingewanderten schon gleich von Beginn jede Aussicht untergräbt, ist: emanzipiertes Auftreten! Hier hat sich die Entwickelung dessen, was man in Deutschland die „Frauenfrage" nennt, so ohne Ruck, so unmerklich vollzogen, daß wir eine wirkliche „Emanzipation" gar nicht gehabt haben. Und von der Verwirklichung der höchsten Träume der Radikalen (von der allgemeinen