Teil eines Werkes 
1 (1913) Die deutschen Kolonien und das überseeische Ausland
Entstehung
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Die Dienstpflicht kann auch in den deutschen Kolonien erfüllt werden, aber nur bei der Kaiserlichen Schutztruppe in Deutsch-Südwestafrika oder bei den in Kiautschou lie­genden Mariniteilen. Die Schutztruppen in den übrigen Kolonim bestehen aus farbigen Mannschaften. Wer nicht in Deu'sch-Südwestafrika tätig ist, mutz ein begründetes Gesuch an die für seinen Wohnort matzgebende Ersatz­kommission richten, wenn er seine aktive Dienstzeit bei der Sch"tztruppe erfüllen will. Für Kiautschou ist die Meldung unter Beifügung eines Meldescheines zum Diensteintritt als Drei- oder Vierjährig-Freiwilliger, auszustellen von der zuständigen Ersatzkommission, an die Stammabteilung der Matrosenartillerie Kiautschou oder an das dritte Stamm­seebataillon (beide in Kuzhaven) zu richten. Selbstver­ständlich werden auch Einjährig-Freiwillige genommen. Kosten etwa 4500 Mark.

Togo.

Eouvernementssitz: Hafenort Lome Lage, Einwohnerzahl, Klima: Das Schutzgebiet liegt an der Westküste Afrikas zwischen dem 6. und 11. Erad nörd­licher Breite.

Das Land ist etwa 87 000 <Mm grotz und zählte am 1. Januar 1912 345 weiße und etwa 1 Million farbige Einwohner.

Das Klima ist rein tropisch und ungesund. Malaria, Schwarzwasserfieber und Dysenterie treten stark auf, mit­unter auch Gelbfieber, das von Dahome eingeschleppt wird. Mittlere Jahreswärme an der Küste (Lome, Anecho) etwa 26 o 0 mit täglichen mittleren Schwankungen von höchstens 6°. Heißeste Monate Dezember bis Februar, kühlste Monate Juli bis August. Feuchtigkeit der Luft nicht unter 50 v. H., in der Regenzeit (Küste: April bis Mai und September bis November, Inneres: April bis Oktober) meist über 90 v. H. Die Regenmenge an der Küste ist