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Im Goldland des Altertums : Forschungen zwischen Zambesi und Sabi / von Carl Peters. Mit ... Orig.-Ill. von Tennyson Cole
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Klima.

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nach Macequege zurückkehren. Wir hatten einen sehr inter­essanten Rundblick über das nördliche Chua-Thal, und ich gab Mr. Massie Instruktionen, die Resultate unserer Beobach­tungen in weiterer Prospektierungsarbeit zu verfolgen. Der Chua ist etwa 56 Meilen von unserem Lager entfernt. Ich selbst ging dann weiter nach Macequece durch das Thal von d'Andrade und an Alt-Macequege vorbei. Gegen 5 Uhr lang­ten wir ziemlich ermüdet wieder in Macequege an, wo ich einige der Ergebnisse meiner Orientierungstour, z. B. die Re­gistrierung der letzten zehn Claims, gesetzlich festlegte.

Mein Ritt durch Maniealand hatte mich nicht nur mit einem herrlichen Stück Landschaft bekannt gemacht, wo Fels und Wald abwechselten, und Wasser von allen Höhen rinnt, sondern hat mir auch bewiesen, dass wir ein erstklassiges Minengebiet hier vor uns haben. Ein Vergleich mit den Rand­minen beweist, dass hier ein an Qualität besserer Golddistrikt gegeben ist, und ich glaube, dass bei der Qualität z. B. unse­res eigenen Quarzes, in welchem das Gold fein und regel­mässig verteilt ist, sich auch die Kontinuität nach unten als zuverlässig erweisen wird.

Das Klima schwankt beträchtlich nach den verschiedenen Klima. Jahreszeiten, doch habe ich es auf der Höhe über 3500 Fuss niemals auch im heissen Januar drückend gefunden. Im Juni und Juli werden die Nächte empfindlich kalt, und die Tage bleiben durchweg kühl. Fiebererkrankungen kommen zwar auch hier vor. Aber dies ist sicherlich mehr den unnormalen Lebensverhältnissen der Pioniere zuzuschreiben, als den all­gemeinen klimatischen Bedingungen.

Direkt ungesund scheint das Land nur unmittelbar nach der eigentlichen grossen Regenzeit zu sein, die im Februar und März ihren Höhepunkt erreicht. Dann werden alle Ver­hältnisse unnormal. Indes ist es klar, dass gesunde Stein­wohnungen viel dazu beitragen werden, das Ungemütliche die­ser jährlichen Störungen überwinden zu helfen. Um Maniea­land in diesem Zustand zu kennzeichnen, füge ich eine Schilde­rung der Regenzeit ein, welche ich im März 1901 im Mudza- Thal geschrieben habe:

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