5. Kapitel. In Maniealand.
Umtali macht landschaftlich einen äusserst lieblichen Eindruck. Es liegt in einem weiten Gebirgsthal, wie in einem mächtigen Krater, umgeben von einem Kranz schroffer Berg- kuppen. Die Formation ist vorwiegend Granit, durchbrochen von krystallinischen Schiefer und Diorit. Der Ort liegt nach meiner Berechnung 3,750 Fuss über dem Meeresspiegel und hat, bei dem fast dauernd vorherrschenden Südostwind eine angenehme Kühle, des Nachts geradezu eine kalte Temperatur.
Lieblich dehnt sich New-Umtali in seinem Gebirgskessel aus. Wie Villen liegen die schmucken Häuser an den Abhängen, durch breite, reinliche Strassen getrennt. Eigentlich war die Verlegung der Stadt ein Irrtum; die Bahn hätte umgekehrt 5 Meilen nördlich über Old-Umtali und Old-Massikessi geführt werden sollen, da sich dort der eigentliche Goldgürtel entlang zieht, — besonders bedauerlich tritt dieser Irrtum bei Macequege hervor, wo der Süden in Bezug auf Gold völlig versagt. Aber es kam Rhodes und seinen Freunden auf eine möglichst schnelle Verbindung von Salisbury, der Hauptstadt Rhodesias, mit der Küste an, und hiervor traten die anderen Erwägungen zurück.
Alle diese Städte in dem neuen Kolonialgebiet gewähren äusserlich denselben stattlichen Eindruck: Bulawayo, Salisbury und Umtali. Alle sind sie angelegt auf der gesunden Grundlage der bürgerlichen Selbstverwaltung und der freien Selbstbethätigung der Kolonisten, und grossartig ist die