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Im Goldland des Altertums : Forschungen zwischen Zambesi und Sabi / von Carl Peters. Mit ... Orig.-Ill. von Tennyson Cole
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Ritt durch Maniealand.

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Meilen, und, da wir am folgenden Abend im Chimesi-Thal zu­rück sein wollten, gab mir M.Pouhin zu dem meinigen noch einen zweiten Esel mit.

Einer jener herrlichen sonnigen Morgen, wie man sie so häufig in den höheren Plateaus von Afrika findet, wo die Luft hell und durchsichtig, aber doch angenehm kalt ist, brach über Manica herein, als wir am 15. Januar von Pouhins Haus aufbrachen. Die ganze Landschaft ist von saftigem und frischem Grün überzogen, und der goldige Schein ruht auf den Abhängen und Bergen und über dem weiten Chimesi-Thal. Hier und da wird das Grasland durch Forstbestände unter­brochen, bis wir endlich drei Meilen östlich in einen regel-

Austeilen der Tagesration auf derMoltke u -Mine.

mässigen Waldbestand gelangen. Die Brücken, über welche der Fahrweg führt, sind sehr unsolid gebaut, mit Löchern und Brüchen im Holzwerk, und wir haben regelmässig abzusteigen, weil das Reiten darüber gefährlich für Mensch und Tier sein würde. An allen Abhängen sieht man die weissen Fähnchen und Signalstangen der ausgehobenen Minenbesitzungen. Das ganze Thal ist im Wesentlichen in festen Händen. So ziehen wil­den ganzen Morgen gegen Osten. Vor uns die Doppelspitze eines Granitberges zeigt uns das Ziel unserer Reise an. Gegen 9 Uhr überschreiten wir den kleinen Dororo-Bach, und nun zieht der Weg bergaufwärts über grünes Gelände der östlichen Umrandung des Manica-Berglandes zu. Wir steigen wohl an 5000 Fuss empor, und dann sehen wir plötzlich das Mudza- Th'al zu unseren Füssen. Zur Rechten liegen die Häuser einer portugiesischen Ansiedlung, wo das Alluvium des Mudza ver-

Petcrs, Im Goldland des Altertums. 10