84
3. Durch das Land der Makalanga.
: h. Mit gehobenem Gefühl marschierten wir am Morgen des 23. Juli vom Simbabwe des Macombe ab. Ich hatte ja das frohe Bewusstsein, dass wir unsere Aufgabe dort völlig gelöst hatten. Es ist leicht, in die Residenz eines derartigen afrikanischen Despoten zu kommen, aber schwer, wieder hinauszugelangen. Mr. Puzey hatte mich auf eine Verzögerung von 6 Wochen gefasst gemacht. Nun, wir waren nur fünf Tage festgehalten worden und brachten von unseren Vorräten viel mehr heraus, als ich zu hoffen gewagt hatte.
Der Tag war sonnig und frisch, der Weg gut, und so zogen
;n.
wir munter dahin. Der Juli ist in dieser Gegend der kühlste Monat. Die Hitze ist auch am Tage kaum einmal drückend, die Nächte aber sind geradezu kalt, da das Thermometer ziemlich regelmässig bis auf 6° Celsius hinabsinkt. Die Landschaft nahm ein vertrocknetes Aussehen an. Die Felder waren meistens abgeerntet, und man begann mit dem Abbrennen des Grases. Dies ist die beste Zeit zum Reisen und Prospektieren. Die Sonne geht um diese Zeit etwa 6 Uhr 15 Minuten auf. In der Dämmerung standen wir auf und nahmen ein Frühstück ein, bestehend aus Thee oder Kaffee, Brot mit Butter oder Schmalz, Eiern und kaltem Fleisch. Dann wurde marschiert, und nach zwei bis drei Stunden eine Pause gemacht, während welcher eine Zigarre oder eine Pfeife Tabak geraucht ward. Dann marschierten wir bis zum Lagerplatz, wo das zweite Frühstück schnell bereitet und genossen wurde. Oder aber, ich Hess eine Frühstückspause eintreten, wenn am Nachmittage weiter gezogen werden musste. Zu dieser Mahlzeit wurde regelmässig Thee gekocht. Das Abendessen nahmen wir um 6 Uhr ein, und meiner alten afrikanischen Gewohnheit gemäss, bekümmerte ich mich selbst um die Küche, damit wir reinliches und gut gekochtes Essen hatten. Meistens hatten wir Eier zur Genüge, ebenso waren Perlhühner und wilde Enten fast immer vorhanden. Hühner, Schafe und Ziegen standen ebenfalls mit wenig Unterbrechungen zur Verfügung. Für Milch Hess ich zwei Mutterziegen mittreiben. Die Stelle von Kartoffeln vertrat Reis, oder, wenn der einmal ausging, assen wir Mehlbrei, Bohnen, Bataten oder Maniok. Nach dem Abendessen tranken wir ein Glas Whisky oder Cognac mit Wasser, rauchten eine Pfeife, unterhielten uns