3. Kapitel. Durch das Land der Makalanga.
Ich setzte nun meinen Abmarsch auf den Nachmittag des Abmarsch
von
15. Juli, einen Sonnabend, fest. Den Rest des Freitag ver- injabanda. wendeten wir zum Umpacken der Lasten, da Herr Blöcker sich seine Vorräte aus den unseren herauszunehmen hatte. Am Sonnabend Morgen ging ich mit Herrn Blöcker zu einigen gestern entdeckten alten Minenarbeiten zurück, und wir bestimmten einige Quarzreefs, welche Herr Blöcker zunächst näher untersuchen sollte.
Um zwei Uhr war alles zum Abmarsch fertig. Leider wurde Herr Gramann im letzten Augenblick von einem so heftigen erneuerten Fieberanfall ergriffen, dass es mir fraglich erschien, ob er die Reise überhaupt werde unternehmen können. Ich beschloss demnach, allein abzumarschieren und eventuell in Misongwe auf ihn zu warten. So Hess ich Träger für ihn zurück und setzte mich in südwestlicher Richtung in Bewegung. Herr Blöcker begleitete mich noch eine kurze Strecke. Er sollte, wie erwähnt, nach Erledigung seiner Arbeiten in Injabanda, auf der Ruenje-Route in Mashonaland wieder zu mir stossen.
Bald lenkten wir in's Mui'ra-Bett ein, durch dessen san- Im Mufra-
thal.
digen Untergrund wir flussaufwärts zogen. Hier verabschiedete ich mich von Herrn Blöcker. Der Diorit geht sehr bald in Granit über. In wunderlichen Formen ziehen sich Granithügel zunächst am rechten, dann auch am linken (nordwestlichen) Ufer des Flusses entlang. Es war der kühlste Monat des Jahres und die Luft klar und durchsichtig wie Kry- stall. Tiefblau spannte sich der Himmel über uns aus, von