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Elf Jahre Gouverneur in Deutsch-Südwestafrika : mit 176 Abb. u. 20 Skizzen / von Theodor Leutwein
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Z/4 Kapitel X, Wirtschaftliches.

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neben den bereits genannten lebendeil Tieren auf tierische Erzeugnisse, darunter hauptsächlich Dörner, Robbenfelle, Straußenfedern lind Guano. Ein-- geführt wurdeu dagegen so ziemlich alle übrigen Bedarfsartikel, da das Schuhgebiet zur Zeit weder eiue Industrie noch einen ausreichenden 'Acker- und Gartenbau ausweist.

Der Schiffsverkehr mit Europa wurde durch die Woermannlinie mit dem Sitze in Hamburg vermittelt, in der Regel je zweimal im Monat direkt und außerdem eiu drittes Mal über Kapstadt mit 'Allschluß au die dortigeu englischeu Linien. Falls Bedarf vorlag, wurde zeitweise auch eine weitere Verbiuduug eingeschaltet. Außerdem liefen jährlich durchschnittlich zwei deutsche Kriegsschiffe die Ääfen des Schutzgebietes au. Diese Ver­hältnisse haben sich währeud des gegeuwärrigen 'Aufstandes naturgemäß völlig verschoben. Jetzt gehen die Dampfer nach Bedarf, uud zwar neben der Ver­bindung mit Kapstadt, uoch durchfchuittlich zwei-- bis viermal im Monat direkt nach Hamburg und zurück. Der Postverkehr ist bereits im Kapitel VII (S. 235) besprochen.

Der Bergbau.

Anter dem 'Abschnitt ^Kollzessioltsgesellschaftell" (Kapitel XI) wird dargelegt werdeu, wie wir auf dem Gebiet des Bergbaues insofern auf eine ..schiefe Ebene gerateil sind, als wir, statt den einzelnen Schürfer vorangehen und das Kapital nachfolgen zu lassen, ein umgekehrtes Verfahren eingeschlagen haben. Wir haben weite Gebiete behufs bergbaulicher Erschließung an 'Aktiengesellschaften abgetreteu, und diese schicken nun ihrerseits den Schürfer vor oder sie lassen ihr Gebiet ^brach liegen. Obwohl das Schutzgebiet ohue Frage sehr mineralhaltig ist, haben wir infolge dieser Entwickluug Ergeb- llisse aus dem Bergbau uoch nicht zu verzeichnen. Indessen hatte sich trotz­dem kurz vor Beginn des letzten 'Aufstandes auf diesem Gebiete schou ein gewisses Leben zu regeu begonnen, worunter vor allem der Bau einer Bahn lediglich behufs Ausbeutung vou Kupferminen zu versteheu ist, der Otavi- bahn. Was sonst noch auf dem Wege des Bergbaues bis jetzt erreicht ist, sowie welche Aussichteu er überhaupt iu der südwestafrikallischen Kolonie bietet, darüber glaube ich am zweckmäßigstell denjenigen Beamten zu Worte kommeu zu lassen, der auf bergbaulichem Gebiete 15 Jahre lang Sachver­ständiger der Landesregieruug uud mir persönlich eine treue Stütze gewesen ist. Dieser Bergrat Duft hat mir auf meine Bitte in freundlicher Weise nachstehendes Material zur Verfüguug gestellt.