V. Die wirtschaftlichen Verhältnisse der Kolonie.
Allgemeine Vorbedingungen der wirtschaftlichen Entwicklung."')
Die klimatischen Verhältnisse schließen, wie wir gesehen haben, eine Massen-Ansiedlung von Europäern in den Küstengebieten jedenfalls völlig aus. Das Innere des Landes kommt aber dafür z. Zt. schon wegen des Mangels geeigneter Verbindung mit der Küste und genügenden Schutzes für Leben und Eigentum noch nicht in Betracht. Die Europäer werden also vorläufig immer nur für einige Zeit sich im Lande aufhalten, und die Eingeborenen allein die Bevölkerung des Landes und die unentbehrliche Unterlage der wirtschaftlichen Entwicklung bilden. Hieraus ergibt sich ohne weiteres die Nicht- schnür für unsere Eingeborenenpolitik. Die Eingeborenen müssen zwar in strikter Abhängigkeit erhalten, in ihrer materiellen und geistigen Kultur aber nach Möglichkeit gehoben werden, damit sie sich zu brauchbaren Arbeitern, leistungsfähigen Steuerzahlern, kaufkräftigen und kauflustigen Abnehmern unserer Waren und fleißigen Produzenten wertvoller Weltmarktartikel entwickeln.
Ich glaube oben nachgewiesen zu haben, daß die Eingeborenen von Natur wohl das Zeug dazu besitzen, um diesen Erwartungen bei verständiger Anleitung vollkommen zu entsprechen.
Soweit die Entwicklung des Landes von den Eingeborenen abhängig ist, könnten wir also beruhigt sein, wenn ihre An-