Haus und Hof der Eingeborenen.
Das einzelne Äaus hat bei den Bantunegern einen rechteckigen, bei den Sudannegern einen kreisförmigen Grundriß. Das Dach der Bantuhütten ist ziemlich flach, das der Sudanneger hat Kegelform. Eine Mittelform findet sich z. B. in. den Bali-Lä'ndern, nämlich Äütten mit quadratischem Grundriß und hohem Dach in Form einer vierseitigen Pyramide. Erst nördlich davon, bei den Baibai-Stämmen südlich von Takum, tritt das eigentliche, runde Sudanhaus auf. Mitunter haben die Bantu der Grenzgebiete, von Sudannegern unterjocht, auch die Äüttenform der letzteren adoptiert. So die Mwelle in Südkamerun, wie Morgen aus des Häuptlings eigenem Munde hörte, und die Tschinga-Leute um Balinga. Nur in Bifara am Mao Kebbi sollen noch rechteckige Bütten vorkommen. Möglich, daß hier ein versprengter Bantustamm ansässig ist. Alle Äütten bestehen lediglich aus einem Erdgeschoß, nur ganz ausnahmsweise bekommt man einstöckige Ääuser zu Gesicht'^). Leitern vermitteln in diesem Falle den Zugang zum oberen Stock. Das Innere einer Äütte zerfällt meist in verschiedene, durch Zwischenwände getrennte Abteilungen; in Bali bildet sie nur einen Raum. Fenster fehlen überall.
Die (1—5) Nebenhütten, die das ödaus wohlhabenderer Leute begleiten und als Fruchtspeicher, Schlafräume u. dergl. dienen, fassen bei den Bantu gewöhnlich den hinter dem Äause gelegenen viereckigen 5>of ein. Doch kommen auch andere Gruppierungen vor. Von der Gehöftanlage der Sudanneger