Dörfer und Ansiedlungen.
Die Dörfer der Bantuneger bestehen meist nur aus einer einzigen — wenn das Gelände es erlaubt — schnurgerade verlaufenden Straße, die auf beiden Seiten von Ääusern flankiert ist. Die Dorfstraße ist oft 10—20 m breit und nicht selten 4—5 1cm lang. So ist z. B. Ikiliwindi im Bakundu- Lande eine gute halbe Stunde lang. Die Äütten liegen mit der Längsseite nach der Straße zu, seltener mit der Schmal- seite. Ämter jeder Äütte befindet sich gewöhnlich ein viereckiger, von mehreren Nebengebäuden eingefaßter Äof. Ein schmaler Äain von Bananen oder Weinpalmen schließt das Ganze ab.
Die Ää'user reihen sich oft unmittelbar aneinander, doch kommt es auch vor, daß sie einzeln für sich oder zu zweien und dreien zusammen angelegt sind.
In der Mitte der Dorfstraße liegt das Versammlungs- Haus oder Palaverhaus, größer als die übrigen Äütten. Ein Affenbrotbaum oder sonst ein Baumriese vertritt die Stelle unserer Dorflinde. Größere Ortschaften haben auch mehrere Palaverhäuser.
Von diesem Grundtypus finden sich mancherlei Abweichungen. So bebauen die ^aunde nur die eine Seite der Dorfstraße, ihre Ääuser stehen einzeln. Dagegen bauen die unmittelbar benachbarten Ngumba in zwei Reihen und zu- sammenhängend, verlegen aber die Palaverhäuser an beide Enden des Dorfes. Die Bakwiri umgeben ihre Dörfer zum Schutz gegen feindliche Äberfälle mit einem Pallisadenzaun,