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Neu-Guinea / von Maximilian Krieger. mit Beitr. von A. von Danckelman ...
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4. Die Produktion des Landes.

Die Gärten und Anpflanzungen sind selten in der Nähe der Dörfer angelegt. Meist befinden sie sich weit davon, insbesondere weit von der Küste, wo man nie sicher vor räuberischen Überfällen fremder Piraten ist.

Ackerbau ist gänzlich unbekannt bei den Tugeri. Sie leben von Kokosnüssen, Weichtieren, grösseren Fischen und wilden Schweinen. Ebensowenig findet sich weiter nördlich, bei den Be­wohnern der Prinzess Mariannen-Strasse und am Utanata-Fluss eine Spur von Anpflanzung. Auch hier nährt man sich hauptsäch­lich von Krabben, Schaltieren und Fischen. Da sie feste Wohn­sitze nicht haben, so führen sie ihre primitiven Nahrungsmittel stets bei sich. Die Frauen tragen diese in grossen, um die Stirn gebundenen Säcken auf dem Rücken, die Männer an einem um den Hals befestigten Hibiscus-Bande vorn auf der Brust. Die Stämme am Utanata-Fluss kennen überdies die Zubereitung des Sagos, des Markes der Sagopalme: Sie nähren sich aber hauptsächlich von Schweinen und Fischen. Gleichfalls fast nur von Jagd und Fisch­fang leben die Eingeborenen an der Speelmanns- und Tritons-Bai, wo allerdings die Weiber bereits einige Feldfrüchte wie Taro an­bauen. Die Hauptnahrung besteht jedenfalls aus Sago, Weichtieren, grösseren Vögeln und wilden Schweinen.

Die Papua von Lobo im Südwesten betreiben bereits Landbau; in der Nähe ihrer kleinen, nur aus wenigen Hütten bestehenden An­siedelungen findet sich meist eine kleine Anpflanzung von Bataten, Bananen, Zuckerrohr und Yams. Die Zubereitung der Erdfrüchte be­steht einfach darin, dass sie in heisser Asche gebraten werden. Auch Paprika (span. Pfeffer), Mais und Sirih findet sich in ihren Gärten. Auf Lakahia und in der Landschaft Onin und Adie sind eingeführter Sago und Fische die Hauptnahrung. Diese oder andere Tiere werden, ohne dass sie vorher ausgenommen oder gewaschen worden sind, über dem Feuer oder in der Asche gebraten. Am Mac ('hier-Golf sind die Bewohner des grossen Dorfes Prau weniger wählerisch in ihren Nahrungsmitteln; ja sie scheuen sich nicht, Schlangen, selbst halbverweste, ohne jede Zubereitung oder Zu- that zu verzehren; sie betreiben Landbau und sind geschickt in der Zubereitung des Sago. Die Hauptnahrung der Kei-Insulaner sind Fische, und für einige Cent erhält man hier so viel, dass sich