Druckschrift 
Deutschland in China / Rudolf Zabel
Entstehung
Seite
402
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2. Abschnitt.

Was haben wir erreicht?

Der Eindruck der Aktionen der Verbündeten auf die Chinesen. Gegensatz zwischen dem Oberkommando und dem französischen Höchstkommandierenden. Russische Intriguen. Wie Deutschland aus der ostasiatischen Affaire her­vorgeht. Die Rührigkeit der deutschen Okkupationsarmee. Die Arbeit der Pekinger Diplomaten. Russische Quertreibereien. Das deutsch-englische Abkommen. Kritik des Pekinger Friedens. Unerfüllte Wünsche. Hege­moniefragen. Deutschlands Erfolge. Das Jangtse-Abkommen.

Wenn wir nach der Darstellung der Ereignisse des chinesischen Feldzuges uns diese selbst noch einmal in großen Zügen vergegen­wärtigen, dann drängen sich eine Anzahl von Fragen in den Vordergrund, die notwendigerweise erörtert werden müssen. Eine der wichtigsten dürfte zunächst die sein, welchen Eindruck das Vor­gehen der Verbündeten Mächte auf die Chinesen ausgeübt hat. Ich warne davor, sich in allen diesen Dingen irgend welchen Illusionen hinzugeben. Den chinesischen Staatsmännern ist es eben so wenig wie uns entgangen, daß die Einigkeit der Mächte nur auf thönernen Füßen ruhte. Bestand doch z. B. von vornherein seit dem Eintreffen des Grafen Waldersee ein stillschweigender Gegen­satz zwischen ihm und den ihm unterstellten Franzosen, Russen und Amerikanern. Dieser Gegensatz hat sich auf feiten der beiden letztgenannten Mächte nicht in einem aktiven Widerstande gegen die Dispositionen des Höchstkommandierenden geäußert, sondern nur Passiv darin, daß diese beiden Mächte eben nur so viel Truppen auf dem Kriegsschauplatz ließen, als sie gerade mußten, um über­haupt vertreten zu sein. Der Gegensatz zwischen dem Oberkommando und dem französischen Kontingente aber trat wesentlich stärker in die Erscheinung und äußerte sich zum Teil in Symptomen, die