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Deutschland in China / Rudolf Zabel
Entstehung
Seite
317
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5. Abschnitt.

Im Winterquartier in Peking.

Von der Aorkschen Expedition. Der Tod des Grafen Jork von Wartenburg.

Unser Quartier. Die Nachrichtenexpedition des deutschen Flottenvereins.

Beginn der Friedensverhandlungen. Li-Hung-Tschang und Prinz Tsching in Audienz beim Grafen Waldersee. Die Festlegung einer Demarkations­linie. Die Chinesen bitten um Passierscheine für ihre Estafetten. Die Auf­nahme der Friedensverhandlungen durch die Diplomaten. Schritte zur Durchführung der Forderung, daß Boxer und Reguläre sich innerhalb der Demarkationslinie nicht aufhalten dürfen. Die Möglichkeit eines Winter­feldzuges in China. Veranlassung zu erneuten Expeditionen. Syste­matisches Hinausdrängen der sogen. Lutai-Armee durch Erpeditionen auf der Linie Schanhaikwan über Tientsin nach Peking. Mangel eines genügenden Spionagesystems. Inkonsequenzen in der Kriegführung. Wo ist die Lutai- Armee? Die Provinz Petschili ist noch nicht völlig von chinesischen Truppen gereinigt.

Als ich in Peking eintraf, war ein gemischtes Detachement unter Graf Jork von Wartenburg nach Kalgan seit 8 Tagen unter­wegs. Es war aus Betreiben des französischen Bischofs Favier zum Schutz der in Kalgan angeblich bedrängten katholischen Mission ausgesandt worden. Durch diese Expedition wurden die Truppen, die sich in der Nähe von Kalgan bei Hsüenhuafu aufhielten, zurück­gedrängt, indessen ohne daß das Gros der europäischen Truppen mit ihnen in Berührung gekommen wäre. Nur einem kleinen deutschen Kavalleriedetachement gelang es, den Train der abziehenden Truppen einzuholen und diesem noch mit gezogenem Schwert zu Leibe zu gehen. Die militärische Bedeutung des Zuges nach Kalgan ist nicht allzu groß, jedenfalls rangiert er, was Anstrengungen wie Leistungen der Truppen anlangt, weit unter demjenigen, den später ein rein deutsches Detachement unter Oberstleutnant Pavel nach dieser Gegend