Druckschrift 
Deutschland in China / Rudolf Zabel
Entstehung
Seite
93
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2. Abschnitt.

Chinas Wehrkraft.

Polizeitruppen. Kriegsdjuuken. Chinas moderne Armee. Die Flotte. Mangelhafte Offiziersausbildung. Erfolglosigkeit der Tientsiner Marine­schule. Chinas seefahrende Bevölkerung. Das alte mandschurische Banner­heer. Die nach europäischem Muster ausgebildete Landarmee. Manschi- kais Elitetruppen. Warnung, das chinesische Heer zu unterschätzen. Per­sönliche Tapferkeit der Chinesen. Chinas Fortifikationen. Ersatz von Kriegsmaterial durch Fabrikation im eigenen Lande. Geringe Wirkung des Waffeneinfuhrverbots. Der kompakte Landbesitz Chinas, eines seiner besten Verteidigungsmittel.

Es ist nicht meine Absicht, an dieser Stelle mit trockenen sta­tistischen Aufzählungen und Daten aufzuwarten, die man in jedem neueren Konversations-Lexikon ziemlich zuverlässig nachlesen kann. Ich will nur einige allgemeinere Worte sagen über die Wehrkraft Chinas, wie sie sich äußert in der chinesischen Flotte, der Land­armee, in den Fortifikationen zur Verteidigung des Landes sowie in den Anlagen, die zur Bewaffnung und Ausrüstung der chinesischen Heeresmacht dienen. Wir müssen bei der chinesischen Flotte wie überhaupt bei der ganzen Bethätigung der Wehrkraft Chinas unter­scheiden zwischen ursprünglich chinesischen Institutionen und zwischen Institutionen nach europäischem Muster. Die ursprünglich chinesischen Institutionen dürften kaum irgendwo im Zusammenhang behandelt sein, es fehlt jedes glaubwürdige statistische Material darüber. Jedoch Wäre es verfehlt, aus diesem Grunde annehmen zu wollen, daß dieser rein chinesische Teil der Wehrkraft Chinas jeglicher Bedeutung entbehre. Man darf nicht übersehen, daß der gesamte ausgedehnte Apparat, der heute in China innerhalb des gewaltigen Landes Ord­nung hält, bis auf den heutigen Tag noch eine rein chinesische In­stitution ist. Wir wissen selbst, was für ein Aufgebot von Polizei