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Deutschland in China / Rudolf Zabel
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46
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Kapitel.

Die Zeit seit dem Abschluß der Handelsverträge zwischen den Vertragsmächten und China.

1. Abschnitt.

Rußlands Sonderstellung in China gegenüber den andern Mächten.

Noch vor Ablauf der soeben behandelten Epoche, die dem Zu­standekommen der Handelsverträge mit China vorausging, platzte bereits die englische und russische Politikim fernen Osten aufeinander. Zwar war die ostasiatische Frage nicht unmittelbar die Veranlassung dazu geworden, aber im Grunde ist die Thatsache, daß sich russische Kosaken und eine englisch-französische Flotte im äußersten Osten des fernen Asiens eine Schlacht liefern konnten, ein Beweis dafür, daß auch damals schon im Osten sich bestimmte Gegensätze herausge­bildet hatten, wenngleich deren Schwerpunkt noch auf der sogenannten Kontinentalpolitik beruhte. Der Krimkrieg war es, der auch auf den ostasiatischen Gewässern bis zu einem gewissen Grade mit zur Entscheidung gebracht werden sollte, und zwar fiel der Hauptschlag in einer Gegend, in der niemals andere Leute Interessen verfolgt haben, es seien denn amerikanische Walfischjäger, nämlich bei Petro- pawlowsk auf der Halbinsel Kamschatka. Bei dieser erstmaligen Äußerung der für die Folgezeit wichtigen Gegnerschaft zwischen Eng­land und Rußland in Ost-Asien fiel die Entscheidung für Rußland günstig aus. Es widerfuhr dem englischen Nationalstolz sogar der bittere Schmerz, daß der Kommandant des kombinierten englisch-

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