Achtunddreißigstes Kapitel.
Der Baumwollbau außerhalb der Union.
Durch das enorme Steigen der Nachfrage nach Baumwolle einerseits und das geringere Angebot von Rohmaterial seitens der Vereinigten Staaten andererseits, haben sich die Augen der zivilisierten Welt auf andere Gegenden der Erd- Kugel gerichtet, ob nicht diese imstande wären, eine Baumwoll- Kultur in großem Maßstabe aufzunehmen. Sicher sind solche in Menge vorhanden, aber aller Anfang ist schwer. Man hat sich bisher auf die Vereinigten Staaten verlassen und nie daran gedacht, daß einmal die Zeit eintreten Könnte, da die Union nicht mehr in der Lage wäre, den Weltkonsum zu decken und daß die zivilisierte Welt vor die Frage eines Baumwollkulturkampfes gestellt werden Könnte.
Seit einigen Jahren ist die Erkenntnis der Gefahr dieser Monopolwirtschaft vor aller Augen getreten. In einer Reihe von Staaten, welche Kolonien besitzen, in denen wohl erfolgreich Baumwolle angebaut werden Könnte, gründeten sich Komitees, die sich mit dieser Frage beschäftigten; andere Staaten, in denen schon in geringem Maße Baumwolle gepflanzt wurde, taten ihr möglichstes, dieses heimische Absatzgebiet zu vergrößern. So entstand t90O in Deutschland das Kolonialwirtschastliche Komitee, das für die anderen Nationen maßgebend wurde und durch sein zielbewußtes, energisches Vorgehen schon sehr