Siebenunddreißigstes Kapitel.
Die für den rationellen Anbau von Baumwolle nötigen Klimatischen Bedingungen.
Die Baumwollstaude ist eine verhältnismäßig heikle Pflanze. Zunächst ist sie ein echtes Kind der Sonne, sie gebraucht Wärme, wie sie die Tropen und ein Kurzes Übergangsgebiet zwischen tropischem und gemäßigtem, das sogenannte subtropische Klima, bieten. Außerdem verlangt sie viel Regen, . bezw. Bodenfeuchtigkeit während ihres Wachstums; zur Zeit der Blüte aber schadet dies. Die in den Kelch eindringende Feuchtigkeit bildet auf dem Blütenboden eine gallertartige Masse, die das Abfallen der Kapseln zur Folge hat. Eine durchschnittlich hohe Luft- wie Bodenwärme beansprucht sie, Kälte schadet ihr, sie ist also an ein ganz bestimmtes Klima gebunden. Bodenverhältnisse sind bei ihr Kein maßgebender Faktor. Wir haben schon gesehen, daß sie darin eine durchaus bescheidene Pflanze ist. Bei der Baumwollkultur spielt demnach die Klimafrage, die Klimatologie, die Hauptrolle. Es dürfte also an erster Stelle festzustellen sein, wie die Klimato- logischen Verhältnisse in den Vereinigten Staaten, soweit sie sich für die Baumwollkultur eignen, liegen, um an Kand dieser Resultate andere Länder, die in Frage Kommen Könnten, zu prüfen, denn in diesen müßten die Bedingungen für das Wachstum der Baumwolle denen im Cotton Bett ähneln.