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Die Baumwolle : ihre Kultur, Ernte, Verarbeitung und der internationale Baumwollhandel ; nach "Cotton" von Ch. W. Burkett und Cl. Hamilton Poe unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Kolonien als baumwollproduzierendes Land / übers. und bearb. von C. Heine
Entstehung
Seite
259
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Dreiunddreißigstes Kapitel.

Anwachsen der Baumwollindustrie.

Viele Jahrtausende vor unserer Zeitrechnung wurde Baum­wolle zur Herstellung von Bekleidungsstücken für die Menschen verwebt, aber erst seit etwa zwei Jahrhunderten nahm diese Fabrikation einen bedeutenden Maßstab an. Eine Menge wichtiger Erfindungen Konnten einer fabrikmäßigen Verstellung von Wollwaren den Weg ebnen und dieselben der Menschheit zu einem mäßigen Preis, der einen großen Konsum mit sich brachte, zur Verfügung stellen.

Eine Faser, die sich in so enormen Mengen produzieren ließ, blieb nicht lange unbeachtet. Als die Menschen den Äulturstand erreichten, um sie gebrauchen zu Können, machten sie sich dieselbe nutzbar; ihr rastloser Geist fand bald Mittel und Wege sie zu Kultivieren, ihre Faser zu verarbeiten, bis sie eines Tages an Wichtigkeit alle anderen Fasern übertraf.

Die erste Spinnerei war die Wohnung des Farmers. Lange, ehe man die Faser fabrikmäßig behandelte, war Baumwolle in bescheidenen Grenzen in England und in den damaligen zivilisierten Staaten bekannt. Ihr Wert wurde hoch geschätzt, sie wurde verarbeitet, wo man nur ihrer habhaft werden Konnte. Selbstverständlich baute man sie zunächst in geringem Maße an.

Ein Jahrhundert oder länger noch wurde Baumwolle in Kleinen Quantitäten gebraucht, um bei Geweben den Schuß zu bilden, als Kette nahm man Leinengarn, das in der Hauptsache aus Deutschland und Irland Kam. Baumwoll-

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