Druckschrift 
Die Baumwolle : ihre Kultur, Ernte, Verarbeitung und der internationale Baumwollhandel ; nach "Cotton" von Ch. W. Burkett und Cl. Hamilton Poe unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Kolonien als baumwollproduzierendes Land / übers. und bearb. von C. Heine
Entstehung
Seite
253
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Zweiunddreißigstes Kapitel.

Mehl und Külsen.

Nachdem das Öl aus dem Samen extrahiert wurde, gehen Mehl und Külsen wieder an die Farm zurück, um als Dünger aufs Feld gebracht, dem Land den größten Teil der von der Baumwolle während ihres Wachstumes beanspruchten Nähr­stoffe wieder zuzuführen. Direkt sollte dies allerdings nicht geschehen, diese Sloffe müssen zuerst an das Vieh verfüttert werden, und die Arbeit des Aufschließens, die von der Ölmühle begonnen wurde, muß von der landwirtschaftlichen Fabrik zu Ende geführt werden. Jede Farm ist eine Fabrik, in der Rohstoffe verarbeitet werden.

Die Baumwollpflanze lebt bekanntlich von Luft und Nährstoffen, die sie dem Boden entzieht. Diese Nährstoffe sind zum größten Teil im Baumwollsamenmehl enthalten, doch Kann der Boden diese nicht zu sich nehmen, ehe die Natur sie nicht in Fäulnis übergeführt und zersetzt hat. Diese von der Natur zu verrichtende Arbeit führt das Vieh aus. In anderen Worten: das, was der Pflanze als Nahrung dient, geht nicht in den tierischen Körper über und umgekehrt. So wie die Ölmühle aus dem Samen nur das Öl herauszieht und dem Farmer alle die Bestandteile des Samens zurückliefert, die ihm von Nutzen sind, so nimmt das Tier von dem Samen nur bestimmte Teile auf und gibt in seinen Exkrementen die Teile wieder, mit denen sich der Boden bereichern Kann. Mehl ist ein Futtermittel für das Vieh, aber nicht eher für die Pflanze, bis es im Magen des Tieres in der Weise zerlegt