Druckschrift 
Die Baumwolle : ihre Kultur, Ernte, Verarbeitung und der internationale Baumwollhandel ; nach "Cotton" von Ch. W. Burkett und Cl. Hamilton Poe unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Kolonien als baumwollproduzierendes Land / übers. und bearb. von C. Heine
Entstehung
Seite
228
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Neunundzwanzigstes Kapitel.

Festlegen der Baumwollpreise.

Im allgemeinen gilt der Satz: Der Preis eines Gegen­standes reguliert sich nach Angebot und Nachfrage, immerhin wird dabei vorausgesetzt, daß ein Grundpreis vorhanden ist, von dem aus die Preise sich nach oben oder nach unten be­wegen. Dieser Grundpreis soll alle direkten und indirekten Unkosten decken.

Nehmen wir an, die Produktionskosten für ein Pfund Baumwolle betragen 10 Cents und 10 Millionen Ballen werden verlangt. Ist genug Land für diese Produktion vor­handen, und die Produzenten begnügen sich mit diesem Preis, so wird dies der Marktpreis. Verlangt der Markt 12 Millionen Ballen, sollte aber alles zur Verfügung stehende Land schon bebaut und mehr Arbeiter für den Anbau der Baumwolle nicht vorhanden sein was dann? Ein höherer Preis wird geboten werden, um der Baumwollkultur mehr Arbeitskräfte zuzuführen, damit Land, welches zurzeit mit anderen, nicht so begehrten Artikeln bepflanzt ist, der Baum- wollkultur zugängig wird. Auf diese Weise deckt man das Plus von 2 Millionen Ballen. Es wird somit eine höhere Produktion erreicht werden und der Preis pro Pfund vielleicht 12 Cents be­tragen, also ist dies der neue Grundpreis.

Es mögen nun genug Menschen und genug Land vor­handen sein, um erwähntes Quantum oder mehr zu produzieren, zu welchem Preis wird der Farmer dann seine Ernte ver­kaufen? Er wird zunächst den vorjährigen Preis zur