Druckschrift 
Die Baumwolle : ihre Kultur, Ernte, Verarbeitung und der internationale Baumwollhandel ; nach "Cotton" von Ch. W. Burkett und Cl. Hamilton Poe unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Kolonien als baumwollproduzierendes Land / übers. und bearb. von C. Heine
Entstehung
Seite
199
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Sechsundzrvanzigstes Kapitel.

Der Weg zur Spindel.

Ein altes Kinderstubenlied läßt sich auf die Lage des Baumwollfarmers beim Verkauf seiner Ernte anwenden, es handelt von zwei Negern, Jack und IM, die einen Kügel er­klommen, um Wasser zu holen; Jack stürzte und brach sich das Genick und Jill stolperte hinterher.

Jeder Baumwollproduzent muß erst auf einen Kugel Klettern; wie bei Jack und Jill soll damit ein Zweck verfolgt werden, für unseren Fall handelt es sich darum, eine Ernte zu produzieren, mit welcher man zunächst in der Lage ist, die Gebäude und Scheunen, überhaupt die Farm in einem guten Zustand zu erhalten, die den Farmer mit geistiger und leiblicher Nahrung versieht und ihm gestattet, seine Kinder der modernen Zeitrichtung, wie ihren Fähigkeiten entsprechend, zu erziehen. Er hat ein Recht auf eine derartige Belohnung. Jack und Jill wußten sicher, daß sie auf dem Kügel Wasser finden würden; auch der Farmer weiß, daß er oben das bekommen wird, was er sich wünscht, aber der Weg bis dahin ist schwierig, der Weg, der bis auf den Gipfel führt, geht an Abgründen vorbei. Jack wurde ein Opfer dieses gefähr­lichen, steinigen Weges, er fiel ab und brach sich das Genick. Ist der Weg des Baumwollpflanzers nicht auch ein derartig schwieriger und gefährlicher, außerdem noch ein sehr langer? Sechs Monate und mehr Zeit ist erforderlich, um ihn zurück­zulegen; taufende von Kindernissen hat er unterwegs zu über­winden; späte Fröste im Frühling und zeitige, ehe die Frucht