Zrvewndzwanzigstes Kapitel.
Feindliche Insekten.
Vielen Schaden an den Baumwollkulturen richten auch Insekten an. In Gegenden, wo diese Plage noch nicht aufgetreten ist, hält man am besten die Augen offen und bekämpft den Feind, ehe er sich häuslich einrichtet, anstatt ihm zu Leibe zu gehen, wenn er sich schon auf den Pflanzen niedergelassen hat. Jedenfalls hat man es mit einem Feinde ungewöhnlicher Art zu tun, der energisch die Offensive ergreift, zwar oft überwunden und zurückgeschlagen wird, aber doch in den meisten Fällen schließlich gewinnt. Diese Erfahrung hat man wenigstens 'bei Bekämpfung des mexikanischen Rüsselkäfers gewonnen. Langsam begann er sein Zerstörungswerk, vorsichtig suchte er ein Stammquartier, von dem aus er seine Vernichtungszüge nach allen Richtungen hin unternahm, bis er sich schließlich derartig vermehrte, daß er zu einer Plage wurde, welche jetzt in der ganzen Baumwollzone heimisch ist.
I. Der mexikanische BaumwollKapsel-AüsselKäfer (Oottov. Loll ^sövil).
Monclova in Mexiko produzierte in der ersten Kälfe des verflossenen Jahrhunderts bedeutende Mengen an Baumwolle; von irgendwoher Kam nun dieses Insekt nach dort. Wie lange es schon in jener Gegend hauste, läßt sich nicht feststellen; doch in der Zeit von 1860—65 nahmen seine Verwüstungen