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Die Baumwolle : ihre Kultur, Ernte, Verarbeitung und der internationale Baumwollhandel ; nach "Cotton" von Ch. W. Burkett und Cl. Hamilton Poe unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Kolonien als baumwollproduzierendes Land / übers. und bearb. von C. Heine
Entstehung
Seite
145
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Einundzwanzigstes Kapikel.

Krankheiten, welche die Baumwollpflanze befallen.

Nach den allgemeinen Erfahrungen nimmt es nicht Wunder, daß eine Pflanze, die in großen Mengen Kultiviert, auf derselben Scholle jahraus, jahrein gezogen, nach denselben Prinzipien behandelt wird und unter gleichbleibenden Verhält­nissen aufwächst, von besonderen, nur diese befallenden Krank­heiten heimgesucht wird. Zweifellos existieren viele der häufig vorkommenden Pflanzenkrankheiten seit einer geraumen Zeit; erst die Entwicklung der Landwirtschaft, besonders aber die Verquickung von Praxis und Wissenschaft haben zu ihrer Entdeckung geführt. Die Vermutung liegt nahe, daß die Krankheiten, welche speziell die Baumwolle heimsuchen, schon seit langer Zeit bestehen. Wenn auch der praktische Baumwoll­pflanzer dieselben erkannte, so blieb es doch dem pathologischen Studium anheim gestellt, sie eingehend zu beschreiben, ihren Umfang, ihr Verbreitungsgebiet, die Art ihrer Verwüstungen festzulegen. Es ist wohl nicht Korrekt, wenn behauptet wird, daß die in den Vereinigten Staaten auftretenden Krankheiten der Baumwolle erst jüngeren Datums sind; sie haben jedenfalls schon längst das Bürgerrecht erworben. Mit dem enormen Aufschwung der Baumwollkultur in der Neuzeit sind alle diese, im Verborgenen arbeitenden Feinde des Pflanzers mehr an das Tageslicht gezogen worden.

In Gegenden, wo Baumwolle nur spärlich, oder im Wechsel mit anderen Feldfrüchten alle vier oder fünf Jahre

Keine, Baumwolle. 10